Mehrere Kräne vor der aufkommenden Morgenröte zaubern ein fantastisches Bild für die Augen des Betrachters.
Der nominale (nicht preisbereinigte) Auftragseingang erreichte im Januar 2022 mit einem Volumen von 7,0 Milliarden Euro den höchsten jemals gemessenen Wert in einem Januar. (Quelle: Pixabay)

2022-03-25T07:36:38.392Z Auftragsniveau am Bau weiter hoch

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Januar 2022 kalender- und saisonbereinigt 10,8 Prozent niedriger als im Dezember 2021. Dieser Rückgang im Vormonatsvergleich ist insbesondere auf den durch Großaufträge bedingten hohen Auftragseingang im Dezember 2021 zurückzuführen. Im Vergleich zum Januar 2021 war der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im Januar 2022 um 4,4 Prozent niedriger.

Trotz des realen Rückgangs erreichte der nominale (nicht preisbereinigte) Auftragseingang laut den Statistikern im Januar 2022 mit einem Volumen von 7,0 Milliarden Euro den höchsten jemals gemessenen Wert in einem Januar seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1991. Der nominale Austragseingang lag damit 9,3 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Die Bauunternehmen schieben laut dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie mittlerweile einen historisch hohen Auftragsbestand von 64,3 Milliarden Euro vor sich her, hervorgerufen auch durch die Lieferengpässe bei Baumaterialien im vergangenen Jahr, die zu Verzögerungen bei einzelnen Projekten geführt hätten. "Wir hatten eigentlich gehofft, dass sich die Materialversorgung in diesem Jahr beruhigt und wir die Bestände zügig abarbeiten können. Nun erwarten wir eine Fortsetzung der Probleme bei der Materialbeschaffung. Schließlich bezieht jedes dritte Bauunternehmen Baumaterial aus Russland oder der Ukraine." Dies gehe aus der aktuellen Verbandsumfrage zu den Folgen des Krieges in der Ukraine auf die Bautätigkeit in Deutschland hervor.

Der nominale Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im Januar 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 20,1 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro gestiegen. Bei den hohen Umsatzsteigerung sind laut dem Statistischen Bundesamt zwei Effekte besonders zu berücksichtigen: ein besonders schwacher Januar 2021 bedingt durch das Auslaufen der temporären Mehrwertsteuersenkung im Jahr 2020 sowie die sehr stark gestiegenen Baupreise (real, preisbereinigt: +7,0 Prozent gegenüber Januar 2021).

zuletzt editiert am 25. März 2022
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