Baustelle Quelle: ThomasWolter/Pixabay
Die Umsätze der Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten im Bauhauptgewerbe liegen im 1. Quartal 2021 bei 16,4 Milliarden Euro und damit um circa 9,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Quelle: ThomasWolter/Pixabay

Bauwirtschaft

26. May 2021 | Teilen auf:

Auftragsrückgang im März am Bau

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im März 2021 saison- und kalenderbereinigt 12,1 Prozent niedriger gewesen als im Februar 2021. Im Vergleich zum März 2020 war der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im März 2021 um zwei Prozent geringer. In den ersten drei Monaten des Jahres 2021 stiegen die realen Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozent. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe betrug im März 2021 rund 8,1 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 3,2 Prozent mehr als im März 2020 und damit der zweithöchste jemals gemessene Wert an Neuaufträgen in einem März in Deutschland. In den ersten drei Monaten 2021 stiegen die nominalen Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent.

„Bei den Auftragseingängen sehen wir sowohl Licht als auch Schatten: Während die Nachfrage im Wohnungsbau hoch bleibt, ist die Nachfrage aus der Wirtschaft weiter volatil. Nach den positiven Signalen im Februar gab es hier im März wieder einen Dämpfer", sagt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), zu den am 25. Mai veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts.

Die Umsätze der Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten im Bauhauptgewerbe liegen im 1. Quartal 2021 bei 16,4 Milliarden Euro und damit um circa 9,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. „Im 1. Quartal haben der Wintereinbruch und die planmäßige Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes die Baukonjunktur merklich eingebremst. Auch im März haben die Umsätze im Wirtschaftsbau mit rund 3,1 Milliarden Euro (-5,0 Prozent) und öffentlichen Bau mit rund 2,3 Milliarden Euro (-2,0 Prozent) nicht das Vorjahresniveau erreicht. Im Wohnungsbau sehen wir mit rund 2,0 Milliarden Euro ein schmales Plus von 0,7 Prozent“, so Pakleppa.