Drutex setzt seinen seit Jahrzehnten verfolgten Wachstumskurs nach eigenen Angaben weiter fort. Gestützt auf eine hohe Fertigungstiefe und eine deutliche Fokussierung auf automatisierte Produktionsprozesse. Als einer der führenden Hersteller von Fenster und Türen in Europa erwirtschaftete das Unternehmen im Jahr 2024 einen Umsatz von rund 321 Millionen Euro sowie einen Nettogewinn von etwa 36 Millionen Euro.
Jährlich fließen mehr als 35 Millionen Euro an Investitionen in die Bereiche Robotik, digitale Steuerungstechnik und neue Fertigungsstrukturen. Denn das erklärte Ziel ist, die Prozesskosten dauerhaft zu senken und Durchlaufzeiten weiter zu verkürzen, um so die Marktposition trotz der nach wie vor anhaltenden Schwäche im Bausektor zu festigen.
„Wir setzen dabei auf eine starke Unternehmensbasis, auf Automatisierung, Innovation und unsere Mitarbeiter“, sagt Kamil Gierszewski, kaufmännischer Direktor und Vorstandsmitglied. Am Hauptsitz im pommerschen Bytów laufen die Produktionslinien im Drei-Schicht-Betrieb. Bis zu 7.000 Bauelemente verlassen dort täglich die hochautomatisierten Bereiche des Europäischen Bauelementezentrums. Dabei kommen auf mehr als 118.000 Quadratmetern moderne Technologien, kollaborative Roboter und automatisierte Materialflüsse zum Einsatz. Die Robotik übernimmt bereits heute zentrale Bearbeitungsschritte von der Profilbearbeitung über das Schweißen bis hin zu Handling und Logistik. Das steigert nicht nur die Produktionskapazität, sondern reduziert Fehlerquoten und erhöht die Prozessstabilität.

Eigene Profilfertigung
Ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie ist die weitreichende vertikale Integration. Drutex produziert seine PVC-Profile vollständig im eigenen Haus und betreibt zudem eine eigene Isolierglasfertigung. Labore und Prüfeinrichtungen sind in die Produktionsprozesse eingebunden. Die interne Qualitätssicherung in Verbindung mit automatisierten Prüfroutinen sorgt dabei für eine verlässliche Produktqualität und minimiert kostenintensive Nachbearbeitungen. Aus Sicht des Anbieters ist gerade dies ein Vorteil in einem Marktumfeld, das von hohem Kostendruck und engen Lieferfristen geprägt ist.

Auch logistisch setzt das Unternehmen auf Eigenständigkeit. Eine Flotte von rund 700 Fahrzeugen ermöglicht europaweite Lieferungen häufig innerhalb von nur sieben Tagen. Diese schnelle Verfügbarkeit gilt insbesondere im deutschen Fachhandel als bedeutender Wettbewerbsvorteil. Mehr als 1.000 Fachhandelspartner sowie etwa 60 Showrooms stärken dabei die Präsenz des Unternehmens in Deutschland.

Weitreichende Partnerschaften
Parallel zu den technologischen Investitionen treibt Hersteller auch den aus seiner Sicht extrem wichtigen Markenaufbau voran. So beispielsweise mit einer Platin-Partnerschaft beim FC Bayern München. Mit dieser Maßnahme will das Unternehmen seine Positionierung im deutschen Markt intensivieren. Die Kooperation umfasst unter anderem die Benennung als „Offizieller Tür- und Fenstersystempartner“, Präsenz in der Allianz Arena sowie gemeinsame Marketingaktivitäten.
„Der FC Bayern München zählt zu den bekanntesten Sportmarken weltweit. Diese Partnerschaft schafft zusätzliche Aufmerksamkeit und neue Kontaktpunkte zu unseren Kunden“, erläutert Gierszewski den Schritt. Auch Vizepräsidentin Dr. Kamila Gierszewska sieht darin eine konsequente Maßnahme im internationalen Markenaufbau: „Unser Ziel ist es, dass wir künftig zu den Marken gehören, an die man in Deutschland bei Fenstern zuerst denkt.“

Für die kommenden Jahre kündigt das Unternehmen weitere Investitionen in Technologie und Kapazitäten an, auch mit Blick auf die steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. „Die Kombination aus robotergestützter Fertigung, hoher Integrationstiefe und internationaler Ausrichtung bildet dabei die Grundlage für weiteres Wachstum, auch unter volatilen Rahmenbedingungen“, so Gierszewski abschließend.
Der Beitrag steht auch in der Ausgabe M&T Schloss + Beschlagmarkt 1/2026.