Ein im Bau befindliches Hochhaus mit einem Kran an der Seite.
In Deutschland zeigt sich derzeit eine stabile Aufwärtsbewegung bei den Baugenehmigungen im Wohnungsbau. (Quelle: Screenshot Website B+L Marktdaten GmbH)

Branche im Blick 2026-01-12T14:11:34.985Z B+L Marktdaten erwartet 2026 Aufschwung im Wohnungsbau

Die Bauwirtschaft in der DACH-Region steht laut der B+L Marktdaten GmbH vor einer Trendwende. Demnach zeige sich in Deutschland derzeit eine stabile Aufwärtsbewegung bei den Baugenehmigungen im Wohnungsbau. Von Januar bis Oktober 2025 wurden demzufolge rund 160.000 Wohnungen im Neubau genehmigt – ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, meldet das Bonner Marktforschungsinstitut.

Verzögerte Projekte aus 2022 und 2023

Darüber hinaus prognostiziere der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) für 2026 ein reales Umsatzplus von 2,5 Prozent für die Branche. Im Nichtwohnbau stütze sich demnach die Stabilität in diesem Jahr noch auf verzögerte Projekte aus den Boomjahren 2022 und 2023. Ab 2027 jedoch drohe ein breiter Rückgang, da die Projektpipeline dann erschöpft sei und neue Genehmigungen ausbleiben, meldet das Unternehmen.

Neubau stärker als Renovierung

Entgegen der häufig betonten Stärke der Renovierungsmärkte geht die B+L Marktdaten GmbH davon aus, dass in den nächsten drei Jahren in ganz Westeuropa der Neubau stärker wachsen wird als die Renovierung. Diese konträre Einschätzung basiere auf aktuellen Indikatoren wie steigenden Baugenehmigungen und stabilen Finanzierungskosten, die den Neubau begünstigten. Die Investitionsbereitschaft in Renovierungen bleibe dagegen verhalten, berichtet das Institut.

Diese und weitere detaillierte Prognosen bis 2029 – differenziert nach Ländern, Gebäudetypen und Segmenten Neubau sowie Bestand – präsentiert der Anbieter auf seinem digitalen Zukunftsforum am 25. Juni 2026.

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zuletzt editiert am 12. Januar 2026