„Aktuell belasten Energiekrise und Inflation private Haushalte sowie die Baubranche schwer“, sagt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Baugewerbes.
„Aktuell belasten Energiekrise und Inflation private Haushalte sowie die Baubranche schwer“, sagt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Baugewerbes. (Quelle: stux/Pixabay)

Bauwirtschaft

18. November 2022 | Teilen auf:

Baugenehmigungen weiter gesunken

Nach einem Rückgang im August (wir berichteten), sind die Baugenehmigungen auch im September gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamts jetzt mit. So wurde im September 2022 in Deutschland der Bau von 27.449 Wohnungen genehmigt. Das waren 9,1 Prozent oder 2.742 Baugenehmigungen weniger als im September 2021. Von Januar bis September 2022 wurden damit insgesamt 272.054 Wohnungen genehmigt. Dies waren 3,7 Prozent oder 10.366 weniger als im Vorjahreszeitraum. In den Ergebnissen sind sowohl die Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten.

Die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser ging um 15,4 Prozent (-11.173 Einheiten) auf 61.509 Stück zurück. Hier ist allerdings laut der Statistiker der Basiseffekt infolge des Auslaufens des Baukindergeldes im Vorjahr zu berücksichtigen. Bei den Zweifamilienhäusern ging die Zahl genehmigter Wohnungen von Januar bis September 2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,5 Prozent (-1.088 Einheiten) auf 23.124 Wohnungen zurück. Bei den Mehrfamilienhäusern stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 3,7 Prozent, also um 5.142 Einheiten auf 145.191 Wohnungen.

„Auch am Bau ist die Lage mittlerweile brenzlig geworden“, kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Baugewerbes, Felix Pakleppa, die Zahlen. „Aktuell belasten Energiekrise und Inflation private Haushalte sowie die Baubranche schwer.“

zuletzt editiert am 18.11.2022