Der Handelsverband Bauen, Heimwerken, Garten e.V. (BHB) meldet eine gemischte Halbjahresbilanz. Die fragile Weltwirtschaftslage hinterlässt deutliche Spuren und zeigt gleichzeitig Wachstumschancen auf.
Der Blick auf die Sortimente zeigt ein differenziertes Bild: Während Fliesen und Eisenwaren weniger nachgefragt werden, steigt der Bedarf an Saisonware. Auf bereinigter Fläche führt das bei den Bau- und Gartenfachmärkten in Deutschland zu einem Wachstum von +0,3 Prozent. Angesichts rückläufiger Flächen geht der Gesamtumsatz allerdings leicht zurück auf 10,99 Milliarden Euro, das entspricht einem Minus von -0,4 Prozent. In Österreich bleibt der Gesamtumsatz auf dem Vorjahresniveau, in der Schweiz beläuft sich der Rückgang auf -1,4 Prozent.
„Bereits zur Jahreswende konnten wir wieder leicht steigende Umsätze in unseren Betrieben feststellen – eine Entwicklung, die allerdings durch die Auswirkungen der Iran-Krise und die folgenden Preissteigerungen gedämpft wurde. Dass es im zweiten Quartal deutlich besser lief (allein im Juni gab es in Deutschland ein Umsatzplus von +5,8 Prozent) ist unter anderen auf die frühen Hitzeperioden zurückzuführen, bei denen sich Kundinnen und Kunden mit entsprechenden Sortimenten wie Klimageräten und Ventilatoren, aber auch mit Bewässerungseinrichtungen und anderen Dingen für den Garten eingedeckt haben. Dies sind natürlich saisonale Bedarfsspitzen – unsere Branche braucht, wie der gesamte Handel, verlässliche Rahmenbedingungen in der Welt- wie auch der heimischen Wirtschaft, um wieder dauerhaft stabiles Wachstum zu generieren“, betont Peter Abraham, Vorstandssprecher des BHB.
