Bauarbeiter Quelle: Pixabay
Die Preisentwicklung schlägt sich in den Zahlen zu den Auftragseingängen wider. Quelle: Pixabay

Bauwirtschaft

24. September 2021 | Teilen auf:

Baupreise treiben nominalen Auftragseingang im Bauhauptgewerbe

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juli 2021 kalender- und saisonbereinigt 2,6 Prozent höher als im Juni 2021. Im Vergleich zum Juli 2020 war der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im Juli 2021 um 1,4  Prozent höher. In den ersten sieben Monaten 2021 stiegen die realen Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozent.

Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe betrug im Juli 2021 rund 7,9 Milliarden Euro. Wegen der gestiegenen Baupreise waren das nominal (nicht preisbereinigt) 4,9 Prozent mehr als im Juli 2020 und damit der höchste jemals gemessene Wert an Neuaufträgen in einem Juli in Deutschland. In den ersten sieben Monaten 2021 stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nominal um 4,8 Prozent.

"Während die Auftragsentwicklung im öffentlichen Bau weiter schwach ausfällt (-7 Prozent), kommen aus dem Wirtschaftsbau im Juli positive Signale; (+13 Prozent). Da aufgrund von Lieferengpässen in der Industrie die Konjunktur schwächer als erwartet verläuft, bleibt die Nachfrage nach Wirtschaftsbauten fragil. Die Nachfrage nach Wohnraum ist weiter deutlich ausgeprägt (+11 Prozent). Hier wird allerdings die starke Dynamik im ersten Quartal deutlich, die mit Auslaufen des Baukindergelds mittlerweile nachlässt". Mit diesen Wort kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), die heute (24.9.) vorgelegten Zahlen des Statistischen Bundesamts zur Baukonjunktur im Juli.

"Der Umsatz im Bauhauptgewerbe erreicht bis zum Juli circa 50,4 Milliarden Euro und verfehlt damit das Vorjahresniveau etwa um 1 Milliarde Euro; (circa -2 Prozent). Dabei ist zu beachten, dass die Preise für Bauleistungen infolge der deutlichen Preiszuwächse beim Einkauf von Baumaterial um gut 4 Prozent gestiegen sind. Real liegen die Umsätze also um rund 6 Prozent unter Vorjahresniveau", so der Verbandspräsident weiter.