Bedeutung von Smart Living nimmt zu.
Öl und Gas werden immer teurer. Der Ausbau der regenerativen Energien wird daher immer wichtiger. (Quelle: Erich Westendarp/Pixabay)

Smarte Gebäude

25. April 2022 | Teilen auf:

Bedeutung von Smart Living nimmt zu

Das Interesse an Smart-Living-Produkten hat 2021 weiter zugenommen. Beschleunigt wird die Entwicklung laut einer Teilnehmerumfrage der Wirtschaftsinitiative Smart Living (WISL) vor allem durch die mit den Corona-Beschränkungen verbundene Häuslichkeit (32 Prozent), ein stärkeres Klimabewusstsein (25 Prozent) und die gestiegenen Energiepreise (23 Prozent).

Entsprechend sehen mehr als zwei Drittel der Befragten in Unternehmen, Verbänden und Institutionen vor allem beim Energie-Management ein höheres Interesse (76 Prozent). Eine steigende Nachfrage wird aber auch in den Bereichen Mobilität (62 Prozent), Sicherheit (54 Prozent), Komfort/Entertainment (48 Prozent) und Smarte Gesundheit (47 Prozent) erwartet.

Vor dem Hintergrund, dass Smart-Living-Technologien einen wichtigen Beitrag zu gesellschaftspolitischen Herausforderungen wie der Energiewende und dem demografischen Wandel leisten, wünscht sich die Hälfte die Befragten eine stärkere Anerkennung beziehungsweise Förderung von Seiten der Bundesregierung. Der intensivere Ausbau der digitalen Infrastruktur (52 Prozent) oder zusätzliche Maßnahmen für den Fachkräfteausbau (42 Prozent) und eine staatliche Informations- und Aufklärungskampagne (35 Prozent) wurden bei der Umfrage ebenfalls genannt.

Rund 44 Prozent finden, dass Smart-Living-Lösungen (zum Beispiel in der Gebäudeautomation, im smarten Energiemanagement oder in der smarten Gebäudeausstattung) im Koalitionsvertrag zu wenig berücksichtigt wurden. „Mit Blick auf die steigenden Energiepreise können wir davon ausgehen, dass das Interesse an Smart-Living-Anwendungen vor allem im Energiemanagement in Wohngebäuden steigen wird“, so Johannes Hauck, Vorstand der Wirtschaftsinitiative.

zuletzt editiert am 26.04.2022