Quelle: Sunflex

Branche im Blick

02. January 2022 | Teilen auf:

Behagliche Aussicht

Was beim Wohnwintergarten alles schiefgehen kann

Prasselnder Regen oder sanft fallender Schnee, wer einen Wohnwintergarten sein Eigen nennt, kann diese Naturschauspiele in behaglicher Wärme genießen. Doch gilt es beim Bau eines Glasraumes einige Aspekte zu bedenken und vor allem in der Umsetzung zu beachten.

Keine Genehmigung

„Ist nur ein kleiner Glasanbau, der braucht keine Genehmigung.“ So denken Eigenheimbesitzer leider mitunter immer noch. Doch dabei wird unterschätzt, welche Probleme entstehen können, wenn ein Wohnwintergarten ohne Genehmigung und vor allem auch ganz ohne fachmännische Expertise umgesetzt wird. „Nachträglich wird so was richtig teuer, denn auf die Nachtragung kommt dann auch ein Bußgeld. Möglich ist das aber überhaupt nur, wenn der Bau aktuellen Baurechten und -anforderungen entspricht. Andernfalls muss der Rückbau auf Kosten des Eigentümers erfolgen. Dann war die ganze Arbeit umsonst“, erklärt Dennis Schneider, Geschäftsführer von Sunflex Aluminiumsysteme. Doch der Experte für Terrassenverglasungen und Wintergärten erläutert: „In baulicher Hinsicht lauern in der Tat einige Gefahren, wenn ein Wintergarten ohne Fachwissen und Kenntnisse umgesetzt wird.“

Verglasung falsch gewählt

Die Lage des Glasraumes am Haus sowie der Unterschied, ob der Bereich voll integriert oder an der massiven Hauswand außen angeschlossen wird, nehmen Einfluss darauf, welche Glaselemente gewählt werden. „In puncto Wärmedämmung kommen hochwärmegedämmte Fenster mit Dreifach-Scheibenaufbau, wie sie auch in Niedrigenergiesparhäusern eingesetzt werden, mittlerweile auf extrem gute Werte. Führten große Glasflächen in der Vergangenheit zu enormen Wärmeverlusten und so folglich zu einem Anstieg von Heizenergie und -kosten, ist es mittlerweile fast andersherum“, merkt Dennis Schneider an. „Für ganzjährig genutzte Räume ist ein Wärmedurchgangskoeffizient von höchstens 1,6 W/m2K vorgeschrieben. Moderne Glaswände, wie unser 'SF75' erreichen mit entsprechender Verglasung sogar Werte bis zu 0,9 W/m2K.“

Aus diesem Grund spielen Lüftungs- und Verschattungsmöglichkeiten, vor allem über die warmen Sommermonate, eine nicht zu vernachlässigende Rolle. „Aufgrund der guten Dämmwerte kann sich ein solcher Glasraum schnell enorm aufheizen. Verschattungen in Form von Rollos oder Markisen senken Temperaturen. Flexible Freiräume mit Lüftung und wohnlichen Übergängen ins Freie schaffen Falt-Schiebe-Systeme“, erklärt Dennis Schneider.

Bauanschluss mangelhaft

Liegt ein Wohnwintergarten direkt am Haus, muss das System an die massive Fassade angeschlossen werden. „Nicht nur die Glaswände an sich müssen bei einem Wintergarten in Bezug auf Luftdurchlässigkeit, Wärmedämmung, Windlasten und Regendichtheit den Bauanforderungen entsprechen“, sagt Dennis Schneider und verdeutlicht: „Das beste System nützt nichts, wenn der Bauanschluss nicht sorgfältig ausgeführt ist.“ Werden beim Anschluss ans Haus Vor-Ort-Bedingungen, Bausubstanz oder andere Faktoren nicht eingeplant, kann es zu Rissen durch Ausdehnung oder kleinsten Verschiebungen kommen. Hier entstehen Durchgänge für Feuchtigkeit, Zuluft und Wärmeverluste, was langfristig Schimmelbildung und massive Schädigungen der Bausubstanz zur Folge hat.

zuletzt editiert am 28.10.2021