Eine digitale Illustration, die eine vernetzte Infrastruktur über Deutschland zeigt, mit fliegenden Drohnen, einem großen Telefon-Symbol in der Mitte und verschiedenen Industrieanlagen sowie Kommunikationsmasten, verbunden durch blaue Lichtstrahlen.
Aus Sicht der Gesellschaft sollte ein bundesweit einheitlicher Meldeweg bei Drohnensichtung einfach, schnell, vernetzt sowie skalierbar sein und eine intelligente KI-Vorwertung beinhalten. (Quelle: Ziegert Concept / KI generiert)

Beschlag- und Sicherheitstechnik 2026-09-04T10:00:00Z Bei Drohnensichtungen: GSW-Netzwerk fordert „Single Point of Contact“

Aktuelle Drohnenvorfälle im sicherheitskritischen Umfeld führen laut GSW-Netzwerk die wachsende Bedrohung für die öffentliche Sicherheit vor Augen. Drohnen seien längst kein rein luftfahrtrechtliches oder technisches Thema mehr, sondern eine handfeste Herausforderung für die zivile und militärische Verteidigungsbereitschaft.

Das Netzwerk der Gesellschaft der Sicherheitstechnischen Wirtschaft sieht daher dringenden strukturellen Handlungsbedarf und regt in einem Positionspapier die Einrichtung eines bundesweit einheitlichen, digitalen und KI-gestützten Meldewegs an – einen „Single Point of Contact“ für Drohnensichtungen.

Unübersichtliche Zuständigkeitsstruktur

Derzeit scheitere eine effektive Gefahrenabwehr im ersten Moment oft an einer stark differenzierten, unübersichtlichen Zuständigkeitsstruktur zwischen Bundeswehr, Bundespolizei, Landesbehörden und privaten Betreibern. Wer eine verdächtige Drohne beobachtet, dürfe in einer kritischen Situation nicht erst Organigramme studieren müssen, um den richtigen Ansprechpartner zu finden, heißt es in einer Mitteilung.

Fünf Kernanforderungen

Das GSW-Netzwerk schlägt deshalb die Schaffung einer einheitlichen bundesweiten Telefonnummer beziehungsweise eines zentralen digitalen Meldeweges vor und sieht eine solche Lösung ausdrücklich nicht als Ersatz für den Notruf 110 oder 112. Die Kernpunkte und die vorgeschlagenen fünf Kernanforderungen (Einfachheit, Schnelligkeit, intelligente KI-Vorwertung, Vernetzung und Skalierbarkeit) wurden in einem Positionspapier zusammengefasst.

Nach Auffassung des Netzwerks könnte eine solche zentrale Meldestelle perspektivisch durch ein KI-gestütztes Lage- und Routing-System unterstützt werden. Die eingehende Meldung könnte automatisiert bewertet und anschließend an die jeweils zuständige Sicherheitsstelle weitergeleitet werden. Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, die bestehenden Zuständigkeiten zwischen Bund, Ländern, Bundespolizei, Polizei, Bundeswehr, Luftfahrtbehörden oder Betreibern Kritischer Infrastrukturen neu zu ordnen.

Nur ein einfacher Meldeweg

Vielmehr solle die technische Infrastruktur dafür sorgen, dass die Zuständigkeit im Hintergrund geklärt wird und nur ein einfacher Meldeweg benötigt wird. Ein weiterer Vorteil einer solchen Lösung wäre die Möglichkeit, Meldungen bundesweit zusammenzuführen und – unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben zum Datenschutz und zur Informationssicherheit – zu einem aktuellen Lagebild der Drohnenaktivitäten zu verdichten, teilt das GSW-Netzwerk mit.

Das komplette Positionspapier lesen Sie hier .

zuletzt editiert am 03. September 2026
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