Bauarbeiter bei der Arbeit auf einer Baustelle, ausgestattet mit Sicherheitsausrüstung und Werkzeugen, während Beton gegossen wird.
Das B2B-Handelsunternehmen hat für sein länderübergreifendes Branchenbarometer im ersten Halbjahr 2024 3.515 Einkaufsverantwortliche und Entscheider aus den Bereichen Holz, Stein, Metallverarbeitung und Installationstechnik befragt. Im Ergebnis ein kleiner Lichtblick. (Quelle: Berner)

Fachhandel 2024-08-28T13:00:00Z Berner Branchenbarometer bringt kleinen Lichtblick

Obwohl die konjunkturellen Rahmenbedingungen weiterhin sehr herausfordernd bleiben, haben die meisten Gewerke ihre Stimmungstiefpunkte überwunden. So lautet das Fazit des aktuellen länderübergreifenden Geschäftsklimaindexes von Berner. Dazu dürfte vor allem die Auftragslage im ersten Halbjahr 2024 beitragen, die für viele weniger dramatisch war, als Ende 2023 angenommen, wie das aktuelle Branchenbarometer jetzt zeigt. Entsprechend falle auch der Blick nach vorne etwas zuversichtlicher aus, so die Experten.

Skepsis hat sich nicht bewahrheitet

„Aufgrund der allgemein schwierigen Marktlage und der damit verbundenen Unsicherheiten waren bei unserer Befragung im Dezember vergangenen Jahres viele Baufirmen besonders skeptisch für 2024“, erläutert Thomas Eikel, zuständiger Leiter des Segments Management. Diese Befürchtung habe sich in der Breite jedoch nicht bewahrheitet. „Die meisten Gewerke hatten einen soliden Start und konnten das niedrigere Auftragsniveau aus dem zweiten Halbjahr 2023 eigenen Angaben zufolge mindestens halten“, sagt Eikel.

Demnach hatten in Deutschland fast 26 Prozent (Österreich 22 Prozent) der befragten Bau-Profis mit einer sinkenden Nachfrage im ersten Halbjahr 2024 gerechnet. Tatsächlich berichtete nun etwa jeder Siebte, dass es auch wirklich zu Einbußen gekommen ist. 16 Prozent der deutschen Betriebe (Österreich 19 Prozent) freuten sich stattdessen über eine solide Nachfrage – auch durch Veränderung des gesetzten Fokus.

Viele glauben an eine Belebung

Weit mehr als 60 Prozent gaben demzufolge an, dass der Geschäftsverlauf stabil geblieben ist. Und: Der Anteil derjenigen, die an eine Belebung in der zweiten Jahreshälfte 2024 glauben, ist in beiden Märkten deutlich höher als noch vor sechs Monaten.

„Es zeigt sich jedoch, dass der Optimismus in der Branche noch von einer gewissen Vorsicht geprägt ist, da viele Marktteilnehmer auf weitere wirtschaftliche Entwicklungen und politische Entscheidungen achten“, betont Eikel.

zuletzt editiert am 28. August 2024
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