Künzelsau – Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie verwendet die Berner Group ab sofort in allen 13 europäischen Logistikzentren ausschließlich CO2-neutrales Füllmaterial in Verpackungen. Der Umstieg auf neuartige Luftpolster trägt aktiv dazu bei, mehr als 1,7 Millionen Liter Wasser sowie rund 180.000 kWh Strom einzusparen.
„Als Unternehmen fokussieren wir uns beim Umsetzen unserer Nachhaltigkeitsstrategie primär auf die Hebel, die wir selbst ziehen können. Bei der Abfallvermeidung durch klimafreundlichere Verpackungskonzepte haben wir die volle Kontrolle“, erläutert Alexander Kloster, Senior Director Warehouse Management.
Zur Hälfte aus pflanzlichen Abfällen
Nach Angaben des Unternehmens werden die Luftpolster jeweils zur Hälfte aus pflanzlichen Abfällen wie beispielsweise Grünschnitt sowie aus verarbeiteten Verpackungsresten hergestellt, also Müll, der über den „Gelben Sack“ oder Pfandautomaten von Endverbrauchern stammt. Bei Kfz- und Bauprofis komme das Konzept gut an, wie eine Stichprobe unter mehr als 120 zufällig ausgewählten Testkunden auf dem deutschen Markt zeige. Fast 99 Prozent seien zudem der Meinung, dass die bestellten Waren durch die neuen Luftpolster ausreichend geschützt sind, heißt es in einer Mitteilung.

Nach der erfolgreichen Zustellung lasse sich das CO2-neutrale Füllmaterial ganz einfach über den Recyclingmüll entsorgen und damit wieder in den Wertstoffkreislauf zurückführen, berichtet der Anbieter. „Durch die Wahl dieses Materials unterstützen wir den Prozess des Sammelns, der Wiederaufbereitung und der Umgestaltung eines zuvor verwendeten Kunststoffprodukts in etwas Neues und somit den Gedanken der Kreislauffähigkeit“, betont Katharina Koser, Head of Corporate Responsibility.

Bis zu 85 Prozent geringeres Gewicht
Im Vergleich zur allgemein branchenüblichen Verwendung von Papier würden durch die Umstellung künftig auch Ressourceneinsparungen erzielt. Neben ihrer ressourcenschonenden Produktion haben die Luftpolster weitere positive Effekte, denn durch ihr bis zu 85 Prozent geringeres Gewicht im Vergleich zu konventionellem Füllmaterial liegt bei der Auslieferung der Produkte beispielsweise deutlich weniger Transportlast auf der Straße – auch das schont die Umwelt, so der Hersteller.