Eine Überwachungskamera im Inneren eines Einkaufszentrums, die den Eingangsbereich überwacht.
Trotz rückläufiger Geschäftslage bleibt der Sicherheitsmarkt vorsichtig optimistisch. Fast zwei Drittel der Unternehmen rechnen mit einer guten oder sehr guten Geschäftsentwicklung. (Quelle: BHE)

Beschlag- und Sicherheitstechnik 2026-05-27T04:00:00Z BHE-Konjunkturumfrage: Frühjahrsaufschwung bleibt aus

Die Frühjahrs-Konjunkturumfrage des BHE zeigt eine weiterhin gute, wenn auch leicht rückläufige Geschäftslage im Sicherheitsmarkt. Trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten schätzen die befragten Fachfirmen ihre aktuelle Situation insgesamt noch positiv ein, teilt der Verband mit.

Demnach wird die derzeitige Geschäftslage von den Unternehmen mit der Durchschnittsnote 2,28 bewertet (Herbst 2025: 2,02) – das viertschlechteste Ergebnis seit Beginn der Erhebung. Niedriger war der Wert zuletzt nur beim Ausbruch der Coronakrise im Frühjahr 2020. Dennoch beurteilen rund 66 Prozent der Betriebe ihre Lage als „sehr gut“ oder „gut“; lediglich gut acht Prozent sprechen von einer „schlechten“ oder „sehr schlechten“ Geschäftslage, heißt es in einer Mitteilung.

Differenziertes Bild bei Kundengruppen

Bei den einzelnen Kundengruppen zeigt sich erneut ein differenziertes Bild. Der Privatkundenbereich bleibt mit einer Durchschnittsnote von 2,96 weiterhin das schwächste Segment im Sicherheitsmarkt. Er verharrt nahezu auf dem Niveau der letzten Erhebungen. Der gewerbliche Bereich verzeichnet einen Rückgang auf 2,41 (Herbst: 2,26), während sich laut Verband die Geschäftslage bei Behördenkunden mit 2,52 ebenfalls auf konstantem Niveau bewegt.

Auch in den einzelnen Fachsparten ist ein leichter Abwärtstrend erkennbar. Am stärksten fällt er bei der Zutrittssteuerung (2,44 gegenüber 2,15 im Herbst 2025) und Brandmeldetechnik (von 1,91 auf 2,19) aus. Die Einbruchmeldetechnik verschlechtert sich von 2,48 im Herbst 2025 auf nun 2,55, während die Rückgänge bei der Videosicherheit (von 2,33 auf jetzt 2,36) und den Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (2,21 gegenüber 2,20) geringer sind, berichtet der BHE. 

Ausblick deutlich vorsichtiger

Der Ausblick auf die kommenden Monate falle mit der Note 2,34 ebenfalls deutlich vorsichtiger aus als zuletzt. Dennoch rechneten weiterhin fast zwei Drittel der Unternehmen mit einer guten oder sehr guten Lage. Nur rund sieben Prozent erwarteten eine negative Geschäftsentwicklung.

Ein zentrales Thema bleibe weiterhin die Personalsituation in der Sicherheitsbranche. Trotz der insgesamt etwas vorsichtigeren Markteinschätzung suchen 54 Prozent der Unternehmen neue Mitarbeitende. Rund 46 Prozent wollen ihren Personalbestand halten. Nur ein Unternehmen rechnet aktuell mit einem Personalabbau. Damit bleibt der Fachkräftebedarf im Sicherheitsmarkt weiterhin hoch, teilt der Verband mit.

zuletzt editiert am 25. Mai 2026
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