2025 verzeichnete laut BHE der Markt für elektronische Sicherheitstechnik in Deutschland ein Umsatzplus von 3,9 Prozent auf 5,74 Milliarden Euro. „Nach einem eher verhaltenen Umsatzzuwachs 2024 konnte die Branche im vergangenen Jahr ein deutlicheres Plus verzeichnen", sagt Dirk Dingfelder, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Sicherheit.
Axel Schmidt, BHE-Vorstandsvorsitzender, ergänzt: „Die in weiten Teilen noch immer stockende Baukonjunktur sowie die Unsicherheiten durch die weltweiten politischen Entwicklungen haben selbstverständlich auch Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung im Sicherheitsmarkt.“ Auch der Bau-Turbo habe noch nicht richtig gezündet.
Talsohle durchschritten
Dennoch mehren sich die Zeichen, dass die für die Sicherheitstechnik wichtige Baubranche die Talsohle durchschritten hat. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die Anzahl neuer Baugenehmigungen für Wohnungen zuletzt deutlich. Durch das KRITIS-Dachgesetz, das erstmals Mindeststandards für den Schutz kritischer Infrastrukturen festlegt, gewinnt physische Sicherheit weiter an Gewicht. Angetrieben wird der Markt auch durch den Ausbau von Rechenzentren.
Eine Herausforderung für die Entwicklung der Branche bleibe der Rechtsrahmen. „Die europäische Bauprodukte-Verordnung ist jetzt in die heiße Phase eingetreten. Im Kontext neuer Anforderungen an die Normung, des digitalen Produktpasses und der geforderten Nachhaltigkeit von Produkten wird daraus für uns ein neues Paradigma in der Produktentwicklung", so Dingfelder. Schmidt ergänzt: „Wir müssen die Sicherheitstechnik in Zukunft noch stärker ganzheitlich und lebenszyklusorientiert denken.“
Brandmeldetechnik und Sprachalarmanlagen nachgefragt
Laut Mitteilung wuchs der Umsatz mit Brandmeldetechnik 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Die Sprachalarmanlagen steigerten ihren Umsatz um 3,8 Prozent auf 143 Millionen Euro. Etwas verhaltener zeigte sich hingegen die Entwicklung bei Überfall- und Einbruchmeldeanlagen: Zwar konnte der Umsatz 2025 auf 942 Millionen Euro gesteigert werden, was einem moderaten Plus von 2,4 Prozent entspricht, das Ergebnis bleibt jedoch erneut unter dem Marktdurchschnitt.
Bemerkenswert sei der positive Trend im Bereich der Zutrittssteuerungssysteme, die mit einem deutlichen Plus von 6,1 Prozent auf 541 Millionen Euro ein überdurchschnittliches Wachstum aufwiesen. Ebenfalls um 6,1 Prozent, auf 870 Millionen Euro, konnte sich die Videosicherheitstechnik steigern. Rauch- und Wärmeabzugsanlagen inklusive der Natürlichen Lüftung legten dagegen nur leicht um 2,8 Prozent auf 182 Millionen Euro zu. Die sonstigen Technologien wie Rufanlagen, Fluchttürsysteme, Personenhilferuf sowie weitere Systeme und Komponenten stagnierten in Summe bei 360 Millionen Euro, teilt der BHE mit.
