Dieses Jahr wird der Fenstermarkt in Deutschland aufgrund der Corona-Nachwehen und des Ukraine-Krieges nur schwach wachsen.
Dieses Jahr wird der Fenstermarkt in Deutschland aufgrund der Corona-Nachwehen und des Ukraine-Krieges nur schwach wachsen. (Quelle: 652234/Pixabay)

Bauelemente

09. May 2022 | Teilen auf:

Blick auf den Fenstermarkt in Deutschland

Der Fenstermarkt in Deutschland wird 2022 voraussichtlich um 0,8 Prozent wachsen. Das geht aus der gemeinsamen Erhebung Fenster- und Türenmarktzahlen durch die Heinze GmbH im Auftrag der Verbände Fenster + Fassade (VFF), Bundesverband Flachglas (BF), Pro-K und Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) hervor. Diese wurde Anfang Mai auf der VFF-Fachtagung Statistik und Markt vorgestellt.

Demnach zeigen die aktualisierten Daten für 2022 im Wohnungsbau, dass die energetische Sanierung noch um 2,1 Prozent auf 7,53 Millionen Fenstereinheiten (FE) zunehmen wird. Da aber noch in diesem Jahr nach wie vor ein hoher Überhang an Baugenehmigungen für Wohnneubauten vorhanden ist, wird der gesamte Neubaubereich 2022 voraussichtlich nur leicht um 0,4 Prozent auf 6,10 Millionen FE schrumpfen, während der Bereich Sanierung um 1,5 Prozent auf 9,85 Millionen FE zunehmen wird.

Die Entwicklungen am Außentürenmarkt sind vergleichbar. Wie im Fensterbereich kann der Zuwachs im Wohnbau in Höhe von 2,1 Prozent die zu erwartenden Rückgänge im Nichtwohnbau kompensieren. In Summe wird im Außentürenmarkt mit einem Anstieg um 1,4 Prozent auf 1,41 Millionen Stück gerechnet. Getragen wird der Anstieg in Jahr 2022 durch die Modernisierung: Es wird ein Zuwachs von 2,3 Prozent auf 1,009 Millionen Einheiten erwartet, während der Neubau leicht um 0,8 Prozent auf 403.000 Stück nachgeben wird. Insgesamt weist die Studie für 63,4 Prozent aller Türen eine erhöhte Sicherheit aus.

Eine Prognose für die Marktentwicklung 2023 sei in dieser schwierigen aktuellen Lage mit Einflussfaktoren der Pandemie und des Ukraine-Krieges aktuell kaum möglich. Eine erste Einschätzung wird im Rahmen der Fenster- und Türenmarktdaten wieder im Oktober 2022 erhoben und veröffentlicht. Mehr zum Thema lesen Sie in der nächsten Ausgabe des Schloss- und Beschlagmarktes.

zuletzt editiert am 18.05.2022