In dem Bündnis „Soziales Wohnen“ haben sich der Deutsche Mieterbund (DMB), die Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie (CBP) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) zusammengeschlossen. Bündnispartner sind darüber hinaus die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) als Dachverband der Mauersteinindustrie sowie der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB).
In dem Bündnis „Soziales Wohnen“ haben sich der Deutsche Mieterbund (DMB), die Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie (CBP) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) zusammengeschlossen. Bündnispartner sind darüber hinaus die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) als Dachverband der Mauersteinindustrie sowie der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB). (Quelle: Screenshot/Redaktion)

Bauwirtschaft

13. January 2023 | Teilen auf:

Bündnis „Soziales Wohnen“ sieht Rekord-Wohnungsmangel

Das Bündnis „Soziales Wohnen“, dessen Partner unter anderen der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) und die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) sind, hat auf einer Pressekonferenz in Berlin am 12. Januar vor einer „neuen und in ihrer Dimension beängstigenden Sozialwohnungsnot“ in diesem Jahr gewarnt. Zudem stellte das Bündnis eine neue Wohnungsbaustudie vor: „Bauen und Wohnen in der Krise“ – so der Titel der Untersuchung des Pestel-Instituts (Hannover) und des schleswig-holsteinischen Bauforschungsinstituts Arge (Kiel). Als Reaktion auf die Ergebnisse der Untersuchung forderte das Bündnis den Bund und die Länder zu einer gemeinsamen „Sozialwohnungsbau-Offensive“ auf. Der Staat müsse dringend ein Sondervermögen „Soziales Wohnen“ schaffen. Erforderlich seien hierfür in einem ersten Schritt 50 Milliarden Euro bis zum Jahr 2025. Ziel des Sonderfonds müsse es sein, „den zu erwartenden Kollaps auf dem sozialen Wohnungsmarkt abzuwenden“, erklärte das Bündnis.

Das Pestel-Institut machte auf der Pressekonferenz deutlich, dass es von einer erheblichen Zunahme der Bevölkerung ausgeht: Für das vergangene Jahr ergebe die Bilanz der Zu- und Abwanderung ein Plus von rund 1,5 Millionen Menschen, die zusätzlich in Deutschland leben (Wanderungsgewinn). „Die Lage spitzt sich dramatisch zu. Denn wer nach Deutschland flüchtet und bleibt, ist auf den sozialen Wohnungsmarkt angewiesen. Oder anders gesagt: Wir habend bereits jetzt einen Rekord-Wohnungsmangel: mit über 700.000 fehlenden Wohnungen das größte Wohnungsdefizit seit mehr als zwanzig Jahren“, so Matthias Günther.

„Deutschland braucht wieder neuen Mut, neu zu bauen“, so Katharina Metzger, Präsidentin Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel, in einem Statement. „Lässt der Staat es jetzt zu, dass der Bau in diesem Jahr eine Talsohle durchmacht, dann werden Investoren Projekte nicht realisieren, dann werden Bauunternehmen Kapazitäten anpassen müssen und in der Folge auch Baustoffhersteller Produktionen reduzieren. Die Kapazitäten, die dabei verlorengehen, werden mittel- bis längerfristig fehlen“, so Metzger.

In der März-Ausgabe berichtet der Schloss- und Beschlagmarkt ausführlich über die Studien und die präsentierten Lösungsvorschläge des Bündnisses.

zuletzt editiert am 13.01.2023