BVM-Präsident Erwin Kostyra.
BVM-Präsident Erwin Kostyra. (Quelle: Bundesverband Metall)

2022-04-12T13:02:23.393Z Bundesverband Metall kritisiert staatliches Hilfspaket

Als mutlos und unengagiert kritisiert der Bundesverband Metall (BVM) das durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und das Bundesfinanzministerium (BMF) am 8. April 2022 angekündigte Hilfspaket in Anbetracht des Ausmaßes der Material- und Energiekrise. Die gerissenen Lieferketten im Materialbereich blieben vollkommen unberücksichtigt und die Unterstützung im Energiebereich wende sich ausschließlich an die Großindustrie, heißt es in einer Pressemitteilung. Kleine- und mittelständische Unternehmen blieben gänzlich außer Betracht. Dies zeige erneut, dass die Politik die Bedeutung des Mittelstandes nicht erkenne und diese tragende Säule der Wirtschaft mit Füßen trete.

Bereits in einem Schreiben vom 31. März hat der BVM nach eigenen Angaben Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck darauf hingewiesen und betont, dass neue Kredite den oftmals aus der Coronakrise schon geschwächten und überschuldeten Unternehmen nicht weiterhelfen würden. „Wir erwarten engagierte und unkonventionelle Politik. Durch die sich täglich weiter verschärfenden dramatischen Engpässe in allen Rohstoffbereichen, und primär im Stahl- und Metallbereich, drohen aktuell irreparable Schäden für unseren Mittelstand und unser Land“, sagt BVM-Präsident Erwin Kostyra. Die metallhandwerklichen Unternehmen fordern daher erneut von der Bundesregierung ein engagiertes Vorgehen, um Lieferketten wieder zu schließen. Neue Lieferoptionen müssten nicht nur für Gas gefunden werden, sondern alternative Lieferregionen für alle Arten von Rohstoffen und Halbzeugen, insbesondere auch für Stahl und andere Metalle. Der Bundesverband Metall vertritt die Interessen des Metallhandwerks in Deutschland mit 33.000 Betrieben, 478.000 Beschäftigten und rund 65 Milliarden Euro Umsatz.

zuletzt editiert am 12. April 2022
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