Databyte mit wirtschaftlichem Jahresrückblick.
Die Bereiche Groß- und Einzelhandel sowie der Bausektor waren im vergangenen Jahr besonders betroffen. (Quelle: Pixabay)

2024-01-18T08:19:14.845Z Databyte mit wirtschaftlichem Jahresrückblick

Der Wirtschaftsinformationsanbieter Databyte wertete das Handelsregister aus, um für 2023 ein Fazit zu ziehen. Scheinbar kämpften ganze Branchen um ihr Überleben inmitten von Inflation, Energiekrise und Schuldenbremse. Dramatische Folgen für den Wirtschaftsstandort Deutschland verkündeten Medien und Branchensprecher. Doch wie viel davon ist tatsächlich eingetreten?

Nachdem die gesamtwirtschaftlichen Insolvenzen 2022 im Vergleich zu 2021 leicht um 6 Prozent stiegen, verzeichnete 2023 verglichen mit dem Vorjahr eine 38-prozentige Steigerung. Besonders im Juni, November und Dezember fielen die Mehr-Konkurse mit 49, 45 und 62 Prozent ins Gewicht. 9.793 Firmenpleiten zählt das Handelsregister insgesamt.

Die Gründungszahlen litten zwar auch unter den Gesamtumständen, jedoch verkraftet der Markt die neun Prozent weniger Neugründungen. Auch hier schlagen besonders die Monate November und Dezember mit -26 und -51 Prozent zu Buche. 118.169 Zuwächse stärken dennoch den Wirtschaftsstandort.

Die meisten Neugründungen verbuchte der Sektor Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben, zu dem auch Unternehmensberatungen gehören. 32.980 neue Firmen traten der Branche bei. Die zweitmeisten Neugründungen gehen mit 23.419 Einträgen auf das Konto der Erbringer von Finanzdienstleistungen, zu denen beispielsweise Banken oder Beteiligungsgesellschaften zählen. Auf Platz Nummer drei steht das Grundstücks- und Wohnungswesen mit hinzukommenden 15.373 Unternehmen. Jedoch verzeichnen alle drei Top-Branchen weniger Neugründungen als 2022. Besonders viele Insolvenzen mussten die Branchen Großhandel mit 2.547, Vorbereitende Baustellenarbeiten, Bauinstallation und sonstiges Ausbaugewerbe mit 1.679 sowie Einzelhandel mit 1.215 Fällen hinnehmen.

zuletzt editiert am 18. Januar 2024
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