Deutsche Aluminiumindustrie mit weiterem Produktionsrückgang.
Weiterer Produktionsrückgang im dritten Quartal. (Quelle: Pixabay)

Bauwirtschaft

09. November 2022 | Teilen auf:

Deutsche Aluminiumindustrie mit weiterem Produktionsrückgang

Die Aluminiumkonjunktur in Deutschland hat sich im dritten Quartal dieses Jahres erwartungsgemäß weiter abgekühlt. Mit einem Minus von 25 Prozent sank vor allem die Produktion von Rohaluminium im Vergleich zum Vorjahresquartal besonders deutlich.

Im Zeitraum von Januar bis einschließlich September wurden nur noch rund 653.000 Tonnen produziert (-22 Prozent). Dabei hat sich der Rückgang im bisherigen Jahresverlauf immer weiter verstärkt. Aluminium Deutschland Präsident Rob van Gils: „Das vorherrschende Strompreisniveau lässt nach wie vor keine wirtschaftliche Produktion in Deutschland zu und zwingt die Betreiber der Aluminiumhütten, ihre Öfen nach und nach herunterzufahren. Ich habe große Sorge, ob dieser elementare Rohstoff am Standort Deutschland noch eine Zukunft hat.” Im weiterverarbeitenden Aluminium-Halbzeugbereich ging das Produktionsvolumen im abgelaufenen Quartal um 2 Prozent auf knapp 662.000 Tonnen zurück. Darunter verzeichneten die Hersteller von Walzprodukten einen Rückgang von 3 Prozent, während die Produzenten von Strangpresserzeugnissen das Niveau des Vorjahreszeitraums minimal übertrafen (+1 Prozent). In den ersten neun Monaten dieses Jahres steht im Halbzeugsektor insgesamt ein Rückgang von 1 Prozent auf 2 Millionen Tonnen zu Buche.

zuletzt editiert am 09.11.2022