Wetten, dass Wohnungseinbrecher dieses Geldversteck kennen und blitzschnell entdecken?
Wetten, dass Wohnungseinbrecher dieses Geldversteck kennen und blitzschnell entdecken? (Quelle: iStock)

Branche im Blick

12. December 2021 | Teilen auf:

Verstecke für Wertsachen in der Wohnung

Wo verstecken die Deutschen ihre Wertsachen? Geldscheine im oberen Fach des Kleiderschrankes zwischen der Bettwäsche, Schmuck in die Socken gestopft, Münzen in einer Dosen-Attrappe und nicht zu vergessen der Saum des Vorhangs, in den die Scheine eingenäht werden. Im einschlägigen Handel finden sich auch Dinge wie eine Buch- oder Zigarettenschachtel-Attrappe. Besonders außergewöhnlich ist da der Toilettenbürstenhalter mit integriertem Geheimfach. Ganz ehrlich: Wohnungseinbrecher kennen all die Orte, an denen Menschen ihr Hab und Gut vor Diebstahl schützen wollen. Darum dauern Wohnungseinbrüche auch nie lange. Der Dieb weiß, wo er suchen muss.

Obwohl die Zahl der Wohnungseinbrüche über die letzten Jahre gesunken ist: Während der dunklen Jahreszeit steigen Delikte wie Wohnungs- und Hauseinbrüche immer an. Im Jahr 2019 wurde von der Polizei 87.145 Fälle in Deutschland registriert. Diese Einbrüche verursachten einen Schaden in Höhe von rund 292 Millionen Euro. Um dem vorzubeugen, ist in erster Linie die Installation von mechanischen und elektronischen Sicherungen am Haus empfehlenswert. Sobald es der Dieb jedoch geschafft hat, in das Haus einzudringen, geht die Suche nach wertvollen Gegenständen los.

Schutz vor Diebstahl und Feuer

Uhren und Schmuck, persönliche Erinnerungsstücke oder wichtige Dokumente: Diese und ähnlich wertvolle Gegenstände gehören in einen Tresor. Und wer sich mit dem Gedanken trägt, einen Tresor anzuschaffen, der sollte genau hinschauen: Vermeintlich preisgünstige Lösungen vermitteln oft ein trügerisches Gefühl der Sicherheit, das nicht der Realität entspricht. So sind Billig-Tresore von Profitätern oft spielend leicht zu knacken, im Extremfall genügt sogar ein simpler Faustschlag, und die Tür öffnet sich. Verbraucher sind gut beraten, einen Qualitätstresor zu kaufen, der von einem unabhängigen Prüfinstitut zertifiziert wurde. „Die Zertifizierungsplaketten finden sich in der Regel auf der Innenseite der Tresortür“, so Markus Hartmann, Vorstand Vertrieb der Hartmann Tresore AG, die in Deutschland Tresore an sechs Standorten und online vertreibt.

Wie groß soll der Tresor sein, wo soll er im Haus stehen, soll ein Feuerschutz inklusive sein, welchem Einbruchwiderstandsgrad soll er entsprechen? Eine persönliche Beratung von Tresorspezialisten empfiehlt sich also. So hat etwa die Sicherheitseinstufung entscheidenden Einfluss darauf, bis zum welchem Betrag der Tresorinhalt versichert werden kann. Abhängig von den Wertsachen, die man zu Hause aufbewahrt, ist der passende Widerstandsgrad also ein wichtiges Entscheidungskriterium. Wichtig ist auch die Auswahl des Schließsystems: Gängige Doppelbartschlösser mit zwei Schlüsseln haben den Vorteil, dass sich der Besitzer keinen Code merken muss, andererseits müssen die Schlüssel sicher verwahrt werden. Und findet ein Einbrecher einen Tresor mit einem Schlüsselschloss, macht er sich auf die Suche nach dem Schlüssel. Die Alternative sind Zahlenschlösser, die mit einem meist vier- bis achtstelligen Code geöffnet werden können. Wer den Zugang zum Tresorinhalt mit einem persönlichen Merkmal regeln will, kann sich für ein biometrisches Verschlusssystem entscheiden. Hier genügt der eigene Fingerabdruck, um an die Wertsachen zu gelangen.

Tresore gibt es in vielen Größen: Kleine Möbeltresore, die in einem Schrank untergebracht werden, bis hin zu großen Modellen. (Quelle: Hartmann Tresore)
zuletzt editiert am 10.01.2022