Die angespannte wirtschaftliche Lage der deutschen Möbelindustrie spürt auch die Hettich Gruppe. Der Umsatz ging im vergangenen Jahr um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück, und zwar auf 1,3 Milliarden Euro. Der Auslandsanteil lag bei 75 Prozent.
Dabei sind die Umsatzrückgänge kein deutsches oder europäisches Phänomen, sondern weltweit sank die Nachfrage, betont Sascha Groß, Geschäftsführer der Hettich Gruppe. Am stärksten waren dabei die Rückgänge bei der so genannten weißen Ware, an zweiter Stelle kam der Wohnbereich. Rund um den Globus waren 2023 etwa 7.700 Beschäftigte für den Anbieter tätig, davon 3.600 in Deutschland. Personalabbau in schwierigen Zeiten ist für das Unternehmen kein Thema. Im Gegenteil, der Hersteller baut weiter Personal auf und investiert in die Standorte, um gut gerüstet zu sein, wenn die Nachfrage wieder steigt, berichtet Jana Schönfeld, Geschäftsführerin der Hettich Gruppe.
„Gerade in schwierigen Zeiten ist es für uns von großer Bedeutung, nach vorne zu blicken und auch im Sinne kommender Generationen zu handeln“, so die Geschäftsführerin. Rund 170 Millionen Euro an Investitionen flossen im vergangenen Jahr in neue Produkte, Infrastrukturprojekte, Gebäude, Anlagen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sowie in Kapazitätserweiterungen. Beispiele hierfür sind die Erweiterung der Produktionsflächen in Kirchlengern und Frankenberg (Eder) sowie Investitionen in die Wachstumsmärkte in Asien, wie Vadodara in Indien und Zhuhai in China. Auch für das laufende Jahr plant der Anbieter weitere Investitionen im unteren dreistelligen Bereich.
