Digitalverband Bitkom mit Umfrage zu Cybercrime. Quelle: Pixabay
94 Prozent der Internet-Nutzerinnen und -Nutzer fühlen sich durch Kriminelle im Netz bedroht. Quelle: Pixabay

Beschlag- und Sicherheitstechnik

09. September 2021 | Teilen auf:

Digitalverband Bitkom mit Umfrage zu Cybercrime

Die nächste Bundesregierung muss ihren Einsatz gegen Kriminalität im Internet deutlich intensivieren. Dieser Meinung ist eine Mehrheit der Menschen in Deutschland. Demnach fordern 63 Prozent der Bevölkerung, dass Polizeieinheiten, die auf den Einsatz gegen Internetkriminalität spezialisiert sind, massiv gestärkt werden.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom, für die mehr als 1.000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland befragt wurden. „Cyberangriffe sorgen bei Privatpersonen wie Unternehmen von Jahr zu Jahr für wachsende Schäden. Die Angriffe werden immer aggressiver“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Deutschland muss seine Cyberresilienz möglichst schnell massiv stärken. Dazu gehören auch Polizeibehörden, die im Internet schlagkräftig und erfolgreich ermitteln.“ Der Wunsch nach mehr Sicherheit im Netz wird durch die angespannte Sicherheitslage befeuert: Zuletzt gaben 94 Prozent der Internet-Nutzerinnen und -Nutzer in einer Bitkom-Umfrage an, dass die Bedrohung durch Kriminelle im Netz wachse.

Bei Unternehmen haben Cyberattacken Milliardenschäden verursacht. Durch Diebstahl, Spionage und Sabotage entsteht der deutschen Wirtschaft jährlich ein Gesamtschaden von 223 Milliarden Euro (2018/2019: 103 Milliarden Euro pro Jahr). Haupttreiber des Anstiegs waren Erpressungsvorfälle, verbunden mit dem Ausfall von Informations- und Produktionssytemen sowie der Störung von Betriebsabläufen. Sie sind meist unmittelbare Folge von Ransomware-Angriffen. 83 Prozent der Unternehmen befürchten, die Zahl der Cyberangriffe werde bis Ende dieses Jahres weiter zunehmen.