Ein Porträt einer Frau in einem schwarzen Kleid, die draußen steht.
Laut DIHK planen lediglich 22 Prozent der deutschen Betriebe mehr Investitionen, während fast 40 Prozent sie zurückfahren. „Wenn sich dieser Trend fortsetzt, droht Deutschland eine weitere Deindustrialisierung“, mahnt DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov. (Quelle: DIHK/Werner Schuering)

Branche im Blick 2025-02-17T14:21:52.405Z DIHK-Konjunkturumfrage: Auch 2025 ein Krisenjahr

Nach zwei Jahren Rezession droht der deutschen Wirtschaft laut der aktuellen Konjunkturumfrage der DIHK auch 2025 ein Krisenjahr. Das geht aus Daten einer Befragung der Deutschen Industrie- und Handelskammer hervor, an der sich rund 23.000 Unternehmen aus allen Branchen und Regionen in Deutschland beteiligt haben.

„In den nächsten zwölf Monaten rechnen weiterhin deutlich mehr Unternehmen mit schlechteren Geschäften als mit besseren“, sagt DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Wirtschaftsleistung in Deutschland 2025 zum dritten Mal in Folge sinkt.“

Tiefe Strukturkrise

Aufgrund der Daten werde immer deutlicher, wie tief die Strukturkrise ist: 60 Prozent der Unternehmen sehen in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ihr größtes Geschäftsrisiko – ein Negativ-Rekord. Umso dringlicher sei es, so Melnikov, „dass die Politik ihre Neuaufstellung nach der Bundestagswahl nutzt, um endlich wieder klare Wachstumsimpulse zu setzen“.

Bruttoinlandsprodukt schrumpft

Für das Gesamtjahr rechnet die DIHK damit, dass das Bruttoinlandsprodukt um 0,5 Prozent schrumpfen wird. „Nach 2023 und 2024 steuern wir mit 2025 auf das dritte Rezessionsjahr in Folge zu – die längste Schwächephase in der deutschen Nachkriegsgeschichte“, warnt die DIHK-Hauptgeschäftsführerin. „Das ist eine Zäsur und unterstreicht den akuten Handlungsbedarf.“ Besorgniserregend sei, dass auch die üblichen Indikatoren für einen Aufschwung ausbleiben – insbesondere Investitionen und Exporte gingen zurück.

zuletzt editiert am 17. Februar 2025
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