Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) liegt im Februar bei 90,4 Punkten und setzt seinen Aufwärtstrend fort. Es ist der dritte Anstieg in Folge. Damit liegt der Barometerwert aber weiter klar unter der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft anzeigt.
„Die Chancen stehen gut, dass die Wirtschaftsleistung in Deutschland im ersten Quartal zumindest nicht weiter sinkt“, sagt DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik. „Die Binnennachfrage dürfte die Entwicklung etwas anschieben. Sorgenkind bleibt aber der Außenhandel, insbesondere die deutschen Exporte sind in den Wintermonaten deutlich zurückgegangen“, so Dany-Knedlik. Zudem seien die innen- und außenpolitischen Unsicherheiten hoch.
Leichter Aufwärtstrend
„Der leichte Aufwärtstrend ist ein kleiner Lichtblick. Die deutsche Wirtschaft rappelt sich aber nur mit Mühe wieder auf“, erläutert Konjunkturexperte Guido Baldi. „Eine länger als erwartete Regierungsbildung oder stärker als erwartete US-Zollerhöhungen könnten die zaghafte Belebung der Konjunktur hierzulande schnell wieder abwürgen“, meint Baldi.
Geschäftserwartungen hellen sich auf
Die Unternehmen schätzen demnach ihre aktuelle Geschäftslage auch im Februar nicht sonderlich positiv ein. Immerhin haben sich aber die Geschäftserwartungen etwas aufgehellt. Eine Trendwende ist gleichwohl noch nicht erkennbar. „Die deutschen Unternehmen verharren in ihrer abwartenden Haltung“, sagt Laura Pagenhardt, DIW-Konjunkturexpertin.
Arbeitslosigkeit bleibt auf niedrigem Niveau
Auch bei den Dienstleistungen bleibt die Lage schwierig. So schlägt sich die anhaltende Schwäche des Verarbeitenden Gewerbes beispielsweise zunehmend bei den Unternehmensdienstleistern nieder. Auch im Verarbeitenden Gewerbe selbst kommt es zu einem Arbeitsplatzabbau. Insgesamt verbleibt die Arbeitslosigkeit aber angesichts der konjunkturellen Schwäche auf einem niedrigen Niveau.
