Eine Sanduhr mit rosa Sand im Vordergrund und unscharfen Geldscheinen und Münzen im Hintergrund.
Für die deutsche Wirtschaft wird es im wahrsten Sinne des Wortes höchste Zeit, dass sich etwas bewegt. (Quelle: Pixabay)

Branche im Blick 2024-12-19T13:33:07.657Z DIW-Konjunkturbarometer sorgt nicht für Festtagsstimmung

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) liegt im Dezember bei 86,4 Punkten und hat sich damit gegenüber November um 2,7 Punkte erhöht. Der Barometerwert liegt aber weiterhin deutlich unter der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum anzeigt.

Somit schließt die deutsche Wirtschaft das Jahr trotz dieses kleinen Lichtblicks schwach ab. Im vierten Quartal 2024 dürfte die Wirtschaftsleistung wohl leicht zurückgegangen sein. Die Binnennachfrage schwächelt und auch von den Exporten kommt kein Schub. Zudem sind die innen- und außenpolitischen Unsicherheiten hoch. Nach dem Ampel-Aus wird Deutschland frühestens im Frühjahr eine neue Regierung haben.

„International bringt die Wiederwahl von Donald Trump zum US-Präsidenten deutliche Unsicherheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen und außenpolitischen Ausrichtung der Vereinigten Staaten mit sich“, so DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik. „Insbesondere ist die künftige Handelspolitik der USA schwer abschätzbar. Es sind Zollerhöhungen zumindest für einige Importe aus der EU zu befürchten. Immerhin dürften die Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank im Laufe des kommenden Jahres die deutsche Wirtschaft etwas stützen.“ Auch die leichte wirtschaftliche Erholung im Euroraum wird der deutschen Wirtschaft wohl zumindest etwas Schwung verleihen.

Vor allem die deutsche Industrie schwächelt weiterhin deutlich. Die Industrieproduktion ist zum Quartalsbeginn erneut zurückgegangen. Auch das Geschäftsklima hat sich zuletzt weiter verdüstert. Die Unternehmen beurteilen sowohl die aktuelle Lage als auch die Aussichten pessimistischer.

zuletzt editiert am 19. Dezember 2024
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