DIW sieht leichte Aufhellung am Konjunkturhimmel.
Für allzu großen Optimismus ist es trotz der leicht verbesserten Situation noch zu früh, sagt das Institut. (Quelle: DIW Berlin)

Bauwirtschaft

21. December 2022 | Teilen auf:

DIW sieht leichte Aufhellung am Konjunkturhimmel

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) liegt im Dezember fast unverändert bei 82,8 Punkten. Nach dem relativ großen Sprung nach oben im Vormonat stabilisiert sich das Barometer damit auf dem höheren Niveau. Von der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein Quartalswachstum von 0,3 Prozent anzeigt, ist der aktuelle Barometerwert aber nach wie vor weit entfernt.

Die Wirtschaftsleistung dürfte im Winterhalbjahr etwas zurückgehen, eine schwere Rezession wird jedoch zunehmend unwahrscheinlicher und die konjunkturellen Aussichten sind vorsichtig positiv. So gingen die Preise für Energie zuletzt wieder etwas zurück. Trotz der kalten Temperaturen in den vergangenen Wochen sind die Gasspeicher weiterhin gut gefüllt und die Gasversorgung ist stabil. „Wir dürfen deutlich weniger pessimistisch in das neue Jahr blicken als noch im Spätsommer erwartet“, sagt DIW-Konjunkturexperte Guido Baldi.

In der Industrie deutet sich eine leichte Entspannung an. Zwar gestaltet sich die Auftragslage angesichts der bestehenden wirtschaftlichen Unsicherheit nach wie vor schwierig – besonders aus dem Inland werden weniger Güter nachgefragt. Dennoch bleibt die Reichweite des Auftragsbestandes hoch und die Industrieproduktion bis in das aktuelle Quartal hinein aufwärtsgerichtet.

zuletzt editiert am 21.12.2022