DIW sieht weiterhin trübe Aussichten.
Die exportorientierte deutsche Wirtschaft wird in den kommenden Monaten zunehmend auch die Abschwächung der Weltwirtschaft zu spüren bekommen, so die Prognose. (Quelle: Gerd Altmann, Pixabay)

2022-12-01T09:03:14.475Z DIW sieht weiterhin trübe Aussichten

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat sich im November etwas erholt: Mit 82,5 Punkten – im Vergleich zum Tiefstand im Oktober gut acht mehr – liegt es aber immer noch deutlich unterhalb der neutralen 100-Punkte-Marke.

Die Wahrscheinlichkeit, dass im Winter eine Gasmangellage eintreten wird, hat sich in den vergangenen Wochen verringert. Zudem helfen die bisherigen und geplanten Entlastungspakete der Bundesregierung, die wirtschaftlichen Folgen der Krise abzufedern. Die konjunkturellen Aussichten haben sich somit ein wenig aufgehellt, bleiben insgesamt aber eingetrübt. So werden die Folgen der Energiekrise die deutsche Wirtschaft vermutlich noch längere Zeit begleiten.

Die Inflation ist weiterhin hoch und die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank dürften die wirtschaftliche Entwicklung im kommenden Jahr etwas belasten. „Die exportorientierte deutsche Wirtschaft wird in den kommenden Monaten zunehmend auch die Abschwächung der Weltwirtschaft zu spüren bekommen“, sagt DIW-Konjunkturexperte Guido Baldi. „Obwohl sich die Chancen jüngst deutlich erhöht haben, dass die deutsche Wirtschaft glimpflich durch den Winter kommen wird, sollte die leichte Erholung des Barometers nicht vorschnell als Ende der Talsohle interpretiert werden.“

zuletzt editiert am 01. Dezember 2022
Newsletter