Trotz einer schwierigen Marksituation konnte Dormakaba im 1. Halbjahr 2022 wachsen.
Trotz einer schwierigen Marksituation konnte Dormakaba im 1. Halbjahr 2022 wachsen. (Quelle: Dormakaba)

Beschlag- und Sicherheitstechnik

21. July 2022 | Teilen auf:

Dormakaba behauptet sich im schwierigen Umfeld

Dormakaba steigert den Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2021/22 um rund 10,3 Prozent auf gut 2,757 Milliarden Schweizer Franken (2,79 Milliarden Euro, Stand 21. Juli 2022). Das organische Umsatzwachstum legte um rund 7,7 Prozent zu (davon knapp drei Prozent preisbedingt) und lag über der Guidance von drei bis fünf Prozent.

Portfolioanpassungen trugen rund 2,8 Prozent zum Umsatzwachstum bei, und die Währungseffekte hatten nahezu keinen Einfluss. Die Nachfrage im 2. Halbjahr 2021/22 war nach Angaben des Unternehmens gut und entsprach derjenigen des 1. Halbjahres, was zu einem organischen Wachstum in allen Regionen führte. Dennoch wurde das Geschäft durch Engpässe bei elektronischen Bauteilen, Arbeitskräften und Baumaterialien beeinträchtigt, was insbesondere im Projekt- und Wartungsgeschäft zu Verzögerungen führte.

Das Wachstum im letzten Geschäftsjahr war in der Region Asia Pacific (Asien-Pazifik) am stärksten ausgeprägt, aber auch stark in den Regionen Americas (Nord- und Südamerika) sowie Europa und Afrika.

Das bereinigte EBITDA verbesserte sich um rund zehn Millionen Schweizer Franken (10,11 Millionen Euro) auf nun 372 Millionen Schweizer Franken (375,96 Millionen Euro). Die bereinigte EBITDA-Marge lag mit rund 13,5 Prozent unter der am 2. März abgegebenen Guidance, als es noch zu früh war, die vollen Auswirkungen des Ukraine-Krieges einschätzen zu können.

Die nachfolgend einsetzende, beschleunigte Inflation konnte kurzfristig nur teilweise durch Preiserhöhungen kompensiert werden. Außerdem wurde die Marge durch Herausforderungen in der Lieferkette beeinträchtigt, da Aufträge für margenstarke Elektronikprodukte aufgrund des Mangels an Komponenten nicht ausgeführt werden konnten.

„Während wir unsere Wachstumsziele übertroffen haben, konnten wir unsere Guidance bezüglich der EBITDA-Marge in diesem herausfordernden inflationären Umfeld leider nicht erreichen. Daher haben wir die Preise erhöht, um weitere Inflationseffekte auszugleichen und werden dies auch weiterhin tun“, sagt Jim-Heng Lee, CEO von Dormakaba.

zuletzt editiert am 21.07.2022