Dreh- und Drehkipp-Beschläge: Mehr Klarheit durch neue Richtlinienfassung
Die Neufassung der Richtlinie zur Befestigung tragender Beschlagteile von Dreh- und Drehkipp-Beschlägen (TBDK) ersetzt die bisherige Ausgabe vom 5. Mai 2014. (Quelle: Gütegemeinschaft Schlösser und Beschläge)

Beschlag- und Sicherheitstechnik 2026-06-18T04:00:00Z Dreh- und Drehkipp-Beschläge: Mehr Klarheit durch neue Richtlinienfassung

Die Gütegemeinschaft Schlösser und Beschläge e.V. hat eine überarbeitete Richtlinie zum Thema Dreh- und Drehkipp-Beschläge veröffentlicht. Die Neufassung mit dem Titel „Befestigung tragender Beschlagteile von Dreh- und Drehkipp-Beschlägen“ ersetzt die bisherige Ausgabe vom 5. Mai 2014, berücksichtigt nach Angaben der Gemeinschaft sowohl aktuelle technische Regelwerke als auch die Erfahrungen aus Prüfung, Zertifizierung und praktischer Anwendung der vergangenen Jahre und soll für mehr Klarheit für Hersteller, Systemgeber und Prüfinstitute sorgen.

Ziel der Richtlinie sei es darüber hinaus, die Dauerfunktionsfähigkeit und Bedienungssicherheit von Fenstern und Fenstertüren über deren gesamte Nutzungsdauer hinweg sicherzustellen. Im Fokus stünden dabei die Anforderungen an die Befestigung tragender Beschlagteile, insbesondere von Scherenlagern und Ecklagern.

Zahlreiche Klarstellungen und Ergänzungen

Die Überarbeitung umfasst demzufolge zahlreiche Klarstellungen und Ergänzungen, die Herstellern, Systemgebern und Prüfinstituten eine eindeutige und praxisgerechte Umsetzung der Anforderungen ermöglichen. So wurden unter anderem die Verweise auf aktuelle technische Regelwerke aktualisiert und sowie ein ergänzendes FAQ-Dokument erstellt.

Darüber hinaus präzisiert die Richtlinie die Verantwortlichkeiten von Beschlagherstellern sowie Herstellern von Fenstern und Fenstertüren hinsichtlich Festigkeit, Befestigung und der erforderlichen Nachweisführung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Fenstern und Fenstertüren mit Flügelmassen von mehr als 150 Kilogramm. Für diese Anwendungen werden die erforderlichen Dauerfunktionsnachweise nach den Regeln der EN 13126-8 nun deutlich detaillierter beschrieben.

Erarbeitet wurde die Richtlinie gemeinsam mit Vertretern der Beschlagindustrie, Systemgebern, Prüfinstituten und Fachverbänden. Beteiligt waren unter anderem der Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie e.V., die RAL-Gütegemeinschaft Kunststoff-Fensterprofilsysteme e.V., das Prüfinstitut Schlösser und Beschläge Velbert, das Institut für Fenstertechnik Rosenheim sowie der Technische Ausschuss des Verbandes Fenster + Fassade.

zuletzt editiert am 17. Juni 2026
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