Dr. Andreas Trautwein, Vorsitzender der Geschäftsführung, hier bei der Präsentation der Geschäftsjahreszahlen von 2017 im März 2018.
Dr. Andreas Trautwein, Vorsitzender der Geschäftsführung, hier bei der Präsentation der Geschäftsjahreszahlen von 2017 im März 2018. Quelle: Redaktion/kosi

Fachhandel

23. March 2021 | Teilen auf:

EDE kann wieder Wachstum verzeichnen

Mit einem Handelsvolumen von über 6,4 Milliarden Euro hat die Wuppertaler EDE Gruppe, nach eigenen Angaben Europas führender Verbund im Produktionsverbindungshandel (PVH), das Geschäftsjahr 2020 abgeschlossen und konnte so nach einer Seitwärtsbewegung im Vorjahr das Wachstum fortsetzen. Der erwirtschaftete Konzernjahresüberschuss 2020 beträgt 15,2 Millionen Euro im Vergleich zu 14,7 Millionen Euro 2019. „Unser Verbund hat sich im Umfeld einer gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Ausnahmesituation gut behaupten können. Wir waren in der Lage, uns mit unseren Mitgliedern und Lieferanten auf digitalem Weg eng abzustimmen, schnell auf neue Umstände zu reagieren und die richtigen Angebote für diese Situation zu entwickeln. In der Krise konnten wir alle zeigen, was in uns steckt“, bilanziert Dr. Andreas Trautwein, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Die Mitgliedsunternehmen wie der gesamte Produktionsverbindungshandel wurden durch die Pandemie differenziert nach Regionen, Branchen und Zeitpunkt unterschiedlich getroffen. Volumenverluste in den Sortimenten, deren Branchen von der Corona-Pandemie besonders betroffen waren, konnten laut EDE durch andere Sortimente aufgefangen und überkompensiert werden.

Das Segment Baubeschläge inklusive der Sicherheitstechnik hat sich mit einem Wachstum von zehn Millionen Euro auf 850 Millionen Euro gut entwickelt, insbesondere sei der Fensterbeschlag gewachsen. Die Türbeschläge werden immer mehr von den Bauelemente-Lieferanten mitgeliefert, sodass eine entsprechende Umsatzverlagerung in den Bereich Bauelemente zu beobachten ist.

Der Bereich der Bauelemente ist aufgrund der starken Baukonjunktur von 262 auf 277 Millionen Euro überproportional gewachsen. Verstärkend kommt hinzu – wie eben erwähnt –, dass die Türbeschläge vermehrt von den Bauelementeherstellern mitgeliefert werden, sodass die Wertigkeit von Element und Beschlag zu höheren Volumina geführt hat. Das Einkaufsbüro hat die Entwicklung durch Konzepte wie zum Beispiel „Elementares Services“ unterstützt. Dieses Konzept stärke insbesondere das Objektgeschäft der Händler durch ein überregionales Montage- und Servicenetzwerk im Handwerk. Händler, die Montage und Service als Komplettabwicklung im Objektgeschäft selbst organisieren und durchführen, wuchsen deutlich stärker als das reine Handelsgeschäft mit Türen.

Vor dem Hintergrund der durch Corona geprägten Prognosen zur Marktentwicklung und im Hinblick auf die geplanten Aktivitäten erwartet die EDE Gruppe für das Jahr 2021 ein Wachstum des Handelsvolumens auf über 6,6 Milliarden Euro. Mehr dazu lesen Sie in der Schloss+Beschlagmarkt- Ausgabe 5/21.