Trotz Gartenidyll sollte stets auf die Absicherung geachtet werden.
Trotz Gartenidyll sollte stets auf die Absicherung geachtet werden. (Quelle: congerdesign/Pixabay)

Branche im Blick

08. May 2022 | Teilen auf:

Einbruchschutz am Gartenhaus

Damit die Idylle im eigenen Garten nicht durch böse Überraschungen getrübt wird, sollte beim Gartenhaus auf den richtigen Einbruchschutz geachtet werden. Hier gibt es Tipps zum Thema.

Ein namhafter Grill gehört für viele Menschen zur Grundausstattung im Garten. Auch der Trend zum schicken Mobiliar hält seit einigen Jahren an. Auch in Gartengeräte, Beleuchtung, Bewässerungssysteme und in die Bepflanzung wird zunehmend investiert. Nach Angaben des Instituts für Handelsforschung in Köln (IFH) haben die Deutschen im Jahr 2015 insgesamt 1,3 Milliarden Euro für Garten- und Balkonmöbel ausgegeben. Die Corona-Pandemie hat den Markt weiter befeuert.

Dieser Investitionsboom macht die Gartenlaub zu einem beliebten Einbruchsort für Diebe – unabhängig davon, ob das Häuschen in einem Schrebergarten oder hinter dem Eigenheim steht. Häufig lagern Besitzer darin unter anderem teures Werkzeug. Damit ihnen das nicht widerfährt, hier ein paar Tipps, wie man das Gartenhaus einbruchssicher machen kann.

Einbrecher kundschaften potenzielle Ziele meistens aus. Bei Gartenhäusern wird unter anderem darauf geachtet, ob teure Gartenmöbel sichtbar sind. Diese daher bei Nichtbenutzen immer ins Gartenhaus stellen.

Solide Schlösser empfohlen

Grundsätzlich gilt: Je besser der Garten abgesichert ist, desto schwieriger ist auch der Zutritt zum Gartenhaus. Deshalb gehört zur Einbruchssicherung ein Zaun, der nur schwer überklettert werden kann. Aber Vorsicht: Viele Menschen verbinden mit dem hohen Zaun auch gleich einen Sichtschutz für das eigenen Grundstück – dies schützt jedoch auch Einbrecher vor neugierigen Blicken. Das sollte stets bedacht werden.

Das Gartentor sollte ausreichend gut verschließbar sein und ein robustes Schloss besitzen. Vom Standard, einem Bundbartschloss, sollte abgesehen werden. Das Gleiche gilt für das Gartenhäuschen an sich: Ein solides Schloss fachmännisch eingebaut ist die halbe Miete. Und bitte nicht den passenden Schlüssel unter einem Blumentopf oder Fußmatte aufbewahren, sondern bei sich behalten. Auch wenn man meint, man hätte das perfekte Versteck – Einbrecher kennen sie alle.

Eine gute Außenbeleuchtung ist eine weitere hilfreiche Maßnahme. Am besten wird diese per Bewegungsmelder aktiviert, denn das wirkt auf Einbrecher oft abschreckend und Licht lenkt auch die Aufmerksamkeit von Nachbarn auf sich. Wem das nicht reicht, kann zusätzlich eine Alarmanlage mit oder ohne Überwachungskamera installieren.

Ferner sollten weitere Zugänge wie ein Hintereingang gut gesichert werden. Hilfemittel wie Leitern oder Schaufeln sollte nicht auf dem Grundstück einfach so herumliegen. Und der Blick durch die Fenster – etwas um festzustellen, ob sich im Inneren Wertgegenstände befinden – sollten durch Gardienen verhindert werden. Auch die Fenster an sich sollten gesichert werden. Über die verschiedenen Möglichkeiten klärt das Fachpersonal in Sicherheitsfachgeschäften auf.

Es gibt viele Möglichkeiten, das Gartenhaus einbruchssicher zu machen. Generell hilft es bereits, Einbrechern nicht zu vermitteln, dass sich ein Diebstahl lohnt. Sollten Diebe dennoch erfolgreich sein, ist es für die polizeiliche Klärung des Falls hilfreich, wenn Möbel und Gegenstände zuvor beispielsweise durch Plaketten markiert und fotografiert wurden. Dadurch sind die Gegenstände nämlich gut zuzuordnen und es ist für Einbrecher schwierig, das Diebesgut weiterzuverkaufen.

zuletzt editiert am 23.03.2022