Videokameras und Alarmanlagen mit Smartphone-App sind bei Verbrauchern besonders beliebt. Ein Fünftel interessiert sich für smarte Türschlösser. Die smarte Sicherheitstechnik nutzen eher Eigentümer als Mieter. (Quelle: geralt/Pixabay)
Videokameras und Alarmanlagen mit Smartphone-App sind bei Verbrauchern besonders beliebt. Ein Fünftel interessiert sich für smarte Türschlösser. Die smarte Sicherheitstechnik nutzen eher Eigentümer als Mieter. (Quelle: geralt/Pixabay)

Smarte Gebäude

20. December 2021 | Teilen auf:

Einige Deutschen überwachen ihr Zuhause per Smartphone

Viele Deutsche schützen ihr Zuhause zunehmend mit smarter Sicherheitstechnik. Wie der Digitalverband Bitkom berichtet, überwachen fast drei von zehn Menschen in Deutschland (27 Prozent) ihr Zuhause mittlerweile per Smartphone-App. Unter Eigentümern (30 Prozent) sind es dabei deutlich mehr als unter Mietern (22 Prozent).

17 Prozent nutzen bereits eine Alarmanlage, die sich per Smartphone-App steuern lässt. 14 Prozent haben eine Video-Überwachung mit zugehöriger Smartphone-App im Einsatz, eine kleine Minderheit von drei Prozent nutzt auch intelligente Türschlösser. Fast gar nicht verbreitet ist eine Smartphone-gesteuerte Absicherung gegenüber anderen Risiken: Vier Prozent können ihre Rauchmelder per App ansteuern, lediglich 0,4 Prozent haben smarte Wassersensoren installiert, die etwa bei einem Wasserschaden Alarm schlagen.

Aber auch traditionelle Sicherheitstechnik ist bei den Menschen in Deutschland in Gebrauch: 91 Prozent haben gewöhnliche Rauchmelder installiert, mehr als ein Drittel (37 Prozent) benutzt eine Zeitschaltuhr für Licht oder Rollläden. 28 Prozent nutzen eine herkömmliche Alarmanlage in ihrem Zuhause oder einzelnen Teilen davon, 13 Prozent eine klassische Videoüberwachung ohne App-Steuerung.

Smarte Türschlösser könnten laut Bitkom in Zukunft eine deutlich größere Rolle einnehmen als bislang. Fast ein Fünftel (18 Prozent) würde sie künftig nutzen. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig: 62 Prozent derjenigen, die Smart Locks nutzen würden oder bereits nutzen, wollen damit Freunde und Familie per Smartphone einlassen. 32 Prozent würden so aus der Ferne auch Handwerksbetrieben oder Hausmeistern Zutritt gewähren. Ein Viertel (24 Prozent) würde diese Funktion für Rettungskräfte nutzen, also für Polizei, Feuerwehr oder Notarzt. 21 Prozent wollen per Smartphone auch Post und Paketdienste in die Wohnung lassen, 18 Prozent können sich vorstellen, auch Essenslieferdiensten per Smartphone die Tür zu öffnen.

Diejenigen, die Smart Locks nicht nutzen wollen, haben vor allem Sicherheitsbedenken: Zwei Drittel (66 Prozent) fürchten, dass Hacker ihre Tür öffnen könnten. 64 Prozent wollen schlicht keine fremden Personen in ihrem Zuhause haben, und fast die Hälfte (49 Prozent) sagt: Mir reicht mein normaler Schlüssel.

zuletzt editiert am 20.12.2021