Der Kunststoffverarbeiter und Zulieferer der Fensterindustrie, Ensinger, hat nun eine Klimastrategie verabschiedet. Sie sieht vor, dass die Unternehmensgruppe ihre emittierten Treibhausgase sukzessive reduziert. Auf Basis der Strategie will Ensinger im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres Reduktionsziele beschließen.
Bilanzierung und Zielformulierung sollen nach internationalen Standards erfolgen. Beabsichtigt ist, die Reduktionsziele bei der Science-Based Target Initiative, einer unabhängigen Organisation zur zielgerichteten Steuerung der Aktivitäten, einzureichen und zu verabschieden. Die aus den Zielen abgeleiteten Ausstöße von Treibhausgasen (THG)-Reduktionsmaßnahmen setzen vor allem beim Energiemanagement und bei den Materialressourcen an. So soll der Anteil an bezogenem und selbst erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien nach und nach ausgebaut werden. Ebenso werden immer mehr Materialien in einen Stoffkreislauf integriert.
Ensinger hat nach eigenen Angaben wichtige Vorarbeiten zu diesem Vorhaben bereits geleistet: Ein belastbares Energie- und Umweltmanagementsystem ist seit langem etabliert. In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen ClimatePartner wurde eine CO2-Bilanz für zwei Jahre erstellt. Der Stromanteil aus erneuerbaren Quellen ist kontinuierlich ausgebaut worden, im Werk Cham wird bereits in diesem Geschäftsjahr der gesamte Strombedarf auf Ökostrom umgestellt. Ebenso konnte die Quote an eingesetztem und intern aufbereitetem Recyclingmaterial zuletzt deutlich gesteigert werden.
Als Mitglied der Geschäftsleitung ist Dr. Oliver Frey bei Ensinger für die Weiterentwicklung der Klimastrategie zuständig. „Wir sind guten Mutes, dass es uns in wenigen Jahren möglich sein wird, die direkt beeinflussbaren Emissionen des Unternehmens weltweit zu eliminieren. Es ist unser Ziel, klimaneutral zu wirtschaften, wenn möglich ohne Hinzunahme externer Kompensationsprojekte“, erklärt Frey.
