Ein kürzlich vom Europäischen Parlament verabschiedetes Gesetz verbietet den Verkauf von bleihaltigen PVC-Artikeln auf dem europäischen Markt. Die Beschränkung gilt für alle PVC-Produkte, die nicht in einem geschlossenen Kreislauf recycelt werden können und macht eine ausdrückliche Ausnahme für Kunststofffensterprofile. Der Europäische Wirtschaftsverband EPPA begrüßt diese regulatorische Maßnahme, die jede Einfuhr von neuen bleihaltigen PVC-Produkten auf den europäischen Markt verhindert.
„Die Kunststofffensterprofilindustrie hat in den vergangenen 25 Jahren einen geschlossenen Materialkreislauf umgesetzt. Unsere Produktions- und Recyclingstandorte halten das PVC-Material in einem nachvollziehbaren Kreislauf von Kunststoffprofil zu Kunststoffprofil. Wir begrüßen, dass der EU-Gesetzgeber diese Tatsache anerkennt und werden somit weiter in diesen geschlossenen Kreislauf für unsere Anwendung investieren“, sagt Carsten Heuer, Vorsitzender von EPPA.
Angesichts EPPAs freiwilliger Selbstverpflichtung, bis 2030 50 Prozent der verfügbaren Altfenster und verwandter Bauprofile in Europa zu sammeln, zu recyceln und sein Rezyklat zu verwenden, betrachtet der Verband die REACH-Beschränkung als wichtigen ersten Schritt, auf den weitere Maßnahmen aufbauen müssten. Ein Recycling im geschlossenen Kreislauf mit entsprechender Rückverfolgbarkeit des Materials sei der richtige Weg nach vorn. „Anwendungen, die in einem sicheren, rückverfolgbaren, geschlossenen Kreislauf recycelt werden, dürfen auf dem Markt nicht zusätzlichen Hindernissen ausgesetzt sein“, betont Carsten Heuer.
