Der Rekord vom Vormonat wurde nochmal übertroffen, im August waren es 69,2 Prozent. Quelle: Screenshot
Der Rekord vom Vormonat wurde nochmal übertroffen, im August waren es 69,2 Prozent. Quelle: Screenshot

Bauwirtschaft

29. September 2021 | Teilen auf:

Erneute Verschärfung des Materialmangels

Der Materialmangel in der deutschen Industrie hat sich laut Ifo-Institut-Umfrage erneut verschärft. 77,4 Prozent der Industriefirmen in Deutschland berichteten demnach im September über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen. Der Rekord vom Vormonat wurde nochmal übertroffen, im August waren es 69,2 Prozent. „Der Flaschenhals auf der Beschaffungsseite wird immer enger“, sagt der Leiter der Umfragen, Klaus Wohlrabe. Preiserhöhungen bleiben auf der Agenda der Unternehmen.

„Es sind viele Aufträge da, Unternehmen können diese gegenwärtig aber nicht produzieren“, ergänzt er. In der Autoindustrie sei die Lage besonders ernst. Nahezu alle Unternehmen (97 Prozent) berichteten von Problemen. Auch in anderen zentralen Branchen ist der Anteil weiterhin sehr hoch: Bei elektrischen Ausrüstungen (93 Prozent), der Chemischen Industrie (67 Prozent) und dem Maschinenbau (89 Prozent). In der Papierindustrie meldeten ebenfalls deutlich mehr Unternehmen Knappheit auf der Beschaffungsseite (79 Prozent nach 61 Prozent). Eine Entspannung der Lage gab es in keiner Branche.

Als Folge wollen immer mehr Unternehmen die Preise erhöhen. Zuletzt hatte die Automobilindustrie nicht so viel Spielraum bei Preiserhöhungen gesehen. Dies hat sich nun geändert.