Die European Security Systems Association, kurz ESSA, warnt vor nutzlosen Zertifizierungen von Tresoren, diese seien „Augenwischerei“. Erst vertrauenswürdige Akkreditierungen von zuständigen Zertifizierungsstellen würden Nutzern die nötige Sicherheit geben, so die ESSA. „Prinzipiell darf jeder ein Zertifikat ausstellen“, erläutert Geschäftsführer Falko Adomat; „aber erst die Akkreditierung des Ausstellers beweist, dass eine neutrale kompetente Organisation dahintersteht.“
Genaues Hinschauen oder Nachfragen lohne sich, denn nur verlässliche Zertifizierungsmarken hätten eine Referenz auf ihre Akkreditierungsnorm. Fehle diese Information, sei äußerste Vorsicht geboten. Dieses riskante Sicherheitsleck bestehe nach Angaben der Vereinigung weltweit. Während manche Länder zumindest für einzelne Tresoranwendungen akkreditierte Zertifizierungen verlangten, ließen andere den Produzenten freie Hand.
Die Folge seien hohle Sicherheitsversprechen, manche Behörden stellten Zertifizierungen anhand von Zeichnungen aus, warnt die ESSA. Manchmal habe der Hersteller das Zertifikat sogar selbst ausgestellt. „Verboten ist das leider nicht“, kritisiert Adomat. Verbraucher sollten auf Nummer Sicher gehen und beim Kauf auf die internationale Norm ISO/IEC 17065 achten, die besagt, dass die Akkreditierungsstelle Kompetenz und Unparteilichkeit der jeweiligen Zertifizierungsstelle durch jährliche Audits prüft.
