Die Handelskooperation Eurobaustoff hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein Umsatzplus erzielt, das kumuliert um 16 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum Januar bis Juni 2020 ausfällt. Damit haben die 454 Gesellschafter nach Angaben der Kooperation ein Einkaufsvolumen von 4,2 Milliarden Euro bei der Zentrale in Bad Nauheim abgerufen. „Das ist für uns auf den ersten Blick ein tolles Ergebnis“, sagt Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Eurobaustoff Geschäftsführung zu den Zahlen, „aber wir dürfen die externen Faktoren nicht unberücksichtigt lassen, die unser Geschäft und die dahinterstehenden Zahlen derzeit stark beeinflussen.“ Dazu zählen für den Vorsitzenden der Geschäftsführung die derzeitigen Lieferengpässe in vielen Warenbereichen und damit verbunden, steigende Preise.
„Das zweistellige Umsatzplus in den ersten sechs Monaten des Jahres ist daher in erster Linie getrieben durch die Preiserhöhungen anstatt durch den Mengenabsatz“, sagt Geschäftsführer Jörg Hoffmann, verantwortlich für den Bereich Finanzen.
Mit den größten Beitrag dazu leisteten der Warenbereich Holz und Bauelemente. Das Plus in Höhe von 34,8 Prozent spiegelt die anhaltend hohe Nachfrage an Holzbauprodukten wider. In vielen Holz-Sortimenten jedoch mit deutlichen Unterschieden zwischen Umsatz und Absatzentwicklung. Allerdings werde sich im 2. Halbjahr die Lage beruhigen, da der Preiszenit in vielen Holzsortimenten überschritten sei. Eine hohe Dynamik gibt es ebenso im Warenbereich Dach & Fassade/Baumetalle mit einem Umsatzplus von 19,3 Prozent zu verzeichnen.
Für den weiteren Jahresverlauf rechnet die Kooperation nach und nach mit einer Normalisierung der Lage insgesamt. „Unter dem Strich sind wir weiterhin sehr gut auf Kurs und die Baunachfrage bleibt bei einem gleichzeitig soliden Auftragspolster für die meisten Gewerke ungebrochen hoch. Für das Gesamtjahr 2021 gehen wir daher für die Eurobaustoff von einem Plus im oberen einstelligen Bereich aus“, so Kern.
