In einem weiter schwierigen wirtschaftlichen Umfeld wird die Bautätigkeit in Europa 2024 mit 2,1 Prozent etwas stärker zurückgehen als im Vorjahr. Für die kommenden beiden Jahre rechnet das Euroconstruct-Netzwerk allerdings mit einer moderaten Erholung.
Während der Hochbau unter dem gestiegenen Zinsniveau, den stark verteuerten Bauleistungen und den gesunkenen finanziellen Spielräumen der verschiedenen Auftraggeber leide, wachse der Tiefbau – angesichts der staatlichen Rückendeckung für Infrastrukturvorhaben – bis 2026 mit beachtlicher Schlagzahl weiter, meldet der Verbund verschiedener europäischer Institute mit spezifischem Know-how im Bau- und Immobiliensektor.
Die aktuell rückläufigen Bauaktivitäten hätten vor allem mit der Marktkorrektur im Wohnungsneubau zu tun. Im Zwei-Jahres-Zeitraum 2023 bis 2024 werde dieses Teilsegment um insgesamt 15 Prozent schrumpfen, prognostiziert das Netzwerk. Mittelfristig sei hier keine nennenswerte Nachfragebelebung in Sicht.
