Ein 3D-Balkendiagramm zeigt die wirtschaftlichen Erwartungen im Metallhandwerk für den 01.01.2026, unterteilt in Metallbau, Feinwerk und gesamt.
Auch bei den Aussichten auf das Jahr 2026 bleiben die Metaller überwiegend skeptisch. (Quelle: Fachverband Metall NW)

Branche im Blick 2026-01-14T09:00:00Z Fachverband: Kein Stimmungsumschwung im Metallhandwerk

Auch zum Jahreswechsel zeichnet sich kein Stimmungsumschwung im nordrhein-westfälischen Metallhandwerk ab. Dies zeigt das aktuelle Konjunkturblitzlicht des Fachverbandes Metall NW. Gerade einmal jedes zehnte Unternehmen rechnet für 2026 mit einer signifikanten Verbesserung der eigenen wirtschaftlichen Lage, meldet der Verband.

Herausforderndes Jahr

Demnach war das Jahr 2025 insbesondere für die Maschinenbauer im Verband konstant herausfordernd: Die durchschnittliche Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage lag hier durchgehend schlechter als im übrigen Metallhandwerk – bei rund 3,7 nach dem Schulnotenprinzip. Mit einem Wert von 3,24 beurteilen die Metallbauer ihre wirtschaftliche Lage zwar etwas besser, jedoch keineswegs optimistisch. Jeder dritte Metallbauer und jeder zweite Feinwerkmechaniker kann nicht einmal eine befriedigende Lage feststellen.

Schlechte Aussichten

Auch bei den Aussichten auf das Jahr 2026 bleiben die Metaller überwiegend skeptisch, so der Fachverband. Rund 43 Prozent der Metallbauer und jeder zweite Feinwerkmechaniker erwarten keine signifikanten Veränderungen. Verbesserungen werden lediglich von 9,5 Prozent der baunahen Unternehmen und von 14,3 Prozent der Maschinenbauer erwartet. Parallel dazu hat sich die Investitionsneigung weiter verschlechtert: Nur noch 30 Prozent der Betriebe planen für 2026 größere Investitionen.

Entspannung im Ausbildungsbereich

„2025 war ein schwieriges Jahr für viele metallhandwerkliche Unternehmen. Gerade der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Zulieferer der Automobilindustrie und der Fahrzeugbau hatten mit erheblichen Herausforderungen zu kämpfen. Leider ist zum Jahreswechsel kein Stimmungsumschwung festzustellen. Einzig im Ausbildungsbereich hat sich die Situation etwas entspannt“, kommentiert Stephan Lohmann, Geschäftsführer des Fachverbandes Metall NW, die aktuellen Ergebnisse.

zuletzt editiert am 13. Januar 2026