Diagramm zur Entwicklung des Fenstermarktes in den Bereichen Hochbau, Neubau und Modernisierung von 2022 bis 2026.
Die aktuellen Fenstermarktzahlen im Überblick. (Quelle: Heinze / VFF)

Branche im Blick 2026-05-07T16:34:58.804Z Fenster- und Außentürenmarkt verzeichnet robuste Erholung

Heinze Marktforschung hat im Rahmen der Fachtagung Statistik und Markt des VFF und des BF die Fenster- und Außentürenmarktzahlen für 2025 präsentiert. Der Fenstermarkt in Deutschland verzeichnete demnach im vergangenen Jahr einen leichten Rückgang um 0,2 Prozent auf 12,88 Millionen Fenstereinheiten. Für 2026 wird dagegen eine spürbare Erholung um plus 3,1 Prozent prognostiziert. Der Außentürenmarkt, der 2025 nur leicht um 0,4 Prozent auf 1,141 Millionen Türen zugenommen hat, wird 2026 voraussichtlich wieder um 2,9 Prozent zulegen, teilt das Marktforschungsunternehmen mit.

„Die Lage ist insgesamt nicht so negativ, wie vielfach befürchtet. Voraussetzung für eine positive Marktentwicklung 2026 bleibt damit, dass sich die politischen und förderpolitischen Rahmenbedingungen nicht weiter verschlechtern und zusätzliche Unsicherheiten im regulatorischen Umfeld ausbleiben“, betont VFF-Geschäftsführer Frank Lange.

BF-Geschäftsführer Jochen Grönegräs ergänzt: „Die Glasindustrie wird derzeit natürlich – wie zuletzt nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine 2022 – durch steigende Energiekosten getroffen, deren Auswirkungen abzuwarten sind. Aber Glas und Fenster werden ja gebraucht – es muss gebaut und es muss saniert werden!“ Die Marktdaten wurden gemeinsam mit der Heinze Marktforschung GmbH von den Verbänden VFF, BF, pro-K sowie FVSB erhoben.

Neubaumarkt mit Trendumkehr

Wurden in der Vorgängerstudie vom Oktober 2025 zunächst noch leichtere Rückgänge für 2026 erwartet, so hellt sich die Prognose für 2026 doch belastbar auf. Entgegen der bisherigen Erwartung nimmt der Sanierungsmarkt bei den Fenstern von prognostizierten 1,1 Prozent jetzt in der aktuellen Studie für 2026 auf 2,7 Prozent zu. Dem entgegen stand ein schwacher Neubaumarkt im Wohnbau im Bereich der Fenster, der 2025 nochmals um minus 1,3 Prozent nachgibt, in diesem Jahr jedoch die Trendumkehr auf eine Zunahme von 5,5 Prozent zeigt.

Zwei Szenarien vorgestellt

Die Verbände stellten für 2026 bewusst zwei Szenarien vor: ein Basisszenario, das auf der robusten Marktentwicklung und den zugrunde liegenden Marktmodellen aufsetzt sowie ein zweites Szenario, das mögliche moderate Belastungen durch anhaltende geopolitische Unsicherheiten, steigende Beschaffungs- und Energiepreise sowie entsprechende Preiswirkungen berücksichtigt.

Für den Fenstermarkt ergibt sich daraus im Basisszenario 2026 ein Wachstum auf 13,28 Millionen Fenstereinheiten (plus 3,1 Prozent), im Alternativszenario auf 13,13 Millionen Fenstereinheiten (plus 1,9 Prozent). Für den Außentürenmarkt liegt die Erwartung bei 1,174 Millionen Einheiten (plus 2,9 Prozent) beziehungsweise 1,162 Millionen (plus 1,8 Prozent) im Alternativszenario.

Märkte insgesamt robust

Fazit: Trotz einer zuletzt eingetrübten Erwartungshaltung zeigt sich der Markt für Fenster und Außentüren insgesamt robust. Steigende Baugenehmigungen, ein vielfach stabiles bis leicht wachsendes Geschäft im Jahr 2025 und positive Impulse aus den Marktmodellen sprechen für eine grundsätzlich positive Entwicklung in diesem Jahr, heißt es in einer Mitteilung.

Die Entwicklungen im Außentürenmarkt sind vergleichbar: Hier wird laut Studie im Wohnungsbau 2026 ein Wachstum von 2,9 Prozent prognostiziert, getragen von einer soliden Entwicklung sowohl im Bereich Modernisierung als auch im Neubau. Besonders der Neubau im Segment Wohnbau verbessert sich. War dieser noch 2025 mit minus 1,3 Prozent negativ, wird laut Studie in diesem Jahr ein deutliches Wachstum von 5,5 Prozent erwartet.

zuletzt editiert am 07. Mai 2026