Die Möglichkeiten, mit Fenstern Energie zu sparen, reichen von der Nach- oder Umrüstung der Beschläge und Dichtungen bis hin zum Austausch. Die auch per Gebäudeenergiegesetz (GEG) bis zum Jahr 2045 angestrebte Klimaneutralität im Gebäudesektor soll nicht allein mit einer entsprechenden Heizungstechnik erreicht werden, sondern auch über den Wärmedämmstandard eines Gebäudes. Hier spielen neben Dächern und Türen insbesondere Fenster eine große Rolle.
Upgrade auf moderne Fenster empfehlenswert
„Ein Upgrade auf moderne Fenster mit guten Isoliereigenschaften ist in vielen Fällen mehr als empfehlenswert“, sagt Marco Nehren, Leitung Produktmanagement der Siegenia Gruppe, stellvertretend für die Branche. In den vergangenen Jahrzehnten habe sich die Fenstertechnologie deutlich weiterentwickelt und biete erhebliche Zugewinne rund um Sicherheit, Langlebigkeit und Bedienkomfort. „Und natürlich auch im Bereich Energieeffizienz“, betont Nehren.
Die Entscheidung zum Austausch hänge vor allem vom Alter und Zustand der Fenster ab. Auch vermeintlich gute Elemente aus den 1990er-Jahren sind laut Nehren hinsichtlich ihrer Dämmeigenschaften bereits überholt. Hier lohne aus energetischer Sicht oft nur der Austausch, denn es gehe mehr Heizenergie verloren als man es sich landläufig vorstellt.
Hohe Energieverluste
Laut Angaben von Heim & Haus variieren die Energieverluste durch veraltete oder undichte Fenster zwischen 15 und 40 Prozent, je nachdem, welche Verglasung besteht und in welchem Zustand die Fenster sind. Zudem könnten eindringende Feuchtigkeit und hohe Wärmeverluste eine gesundheitsschädigende Schimmelbildung begünstigen und langfristig auch der Bausubstanz des Hauses schaden, heißt es in einer Mitteilung.
