Fertighausindustrie mit kräftigem Umsatzanstieg. Quelle: Pixabay
Die Fertighausbranche fordert ein eigenständiges Bauministerium. Quelle: Pixabay

Bauwirtschaft

11. October 2021 | Teilen auf:

Fertighausindustrie mit kräftigem Umsatzanstieg

Die Fertighausbranche ist mit steigenden Umsatzzahlen, einem hohen Auftragsbestand und einem nachhaltigen Kernprodukt nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Fertigbau, BDF, gut für eine beginnende Transformation der deutschen Wirtschaft hin zu klimafreundlichen Industrien gewappnet.

Von Januar bis Juli 2021 – soweit reichen die amtlichen Baugenehmigungszahlen – wurden bundesweit 67.507 Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt, davon 15.330 in Fertigbauweise. Das entspricht einem Marktanteil von 22,7 Prozent. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Baugenehmigungszahl insgesamt um 10,8 Prozent an, während der Fertigbau deutlich um 14,7 Prozent zulegte. „Wir rechnen für 2021 mit einem Marktanteil in Rekordhöhe von rund 23 Prozent. Damit kommen wir unserer nächsten Zielmarke von 25 Prozent ein gutes Stück näher“, sagt BDF-Präsident Hans Volker Noller. Vor fünf Jahren hatte der bundesweite Marktanteil bei knapp 18 Prozent gelegen. In einigen Bundesländern – allen voran in Baden-Württemberg (39,6 Prozent) und Hessen (36,8 Prozent) – liegt der Marktanteil deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Die 49 industriellen und bundesweit tätigen Fertighaushersteller des BDF werden laut der aktuellen Verbandsumfrage den Branchenumsatz im laufenden Jahr trotz der Corona-Pandemie um 2,9 Prozent auf insgesamt 3,49 Milliarden Euro steigern. Der Auftragsbestand ist durch Abschluss zahlreicher Neuverträge branchenweit auf durchschnittlich gut 16 Monate angewachsen. Entsprechend positiv fällt die Bewertung der Haushersteller mit Blick auf die gegenwärtige wirtschaftliche Lage sowie die Aussichten im nächsten halben Jahr aus. Laut 81 Prozent der Befragten ist die gegenwärtige Geschäftslage gut. 19 Prozent stufen sie als befriedigend ein. In den nächsten sechs Monaten erwarten 74 Prozent eine gleichbleibende Geschäftslage, 15 Prozent eine schlechtere und 11 Prozent eine noch bessere Konjunktur.

Um den drängenden Herausforderungen rund um den Wohnungsmangel sowie dem Klimawandel gerecht zu werden, fordert der BDF angemessene baupolitische Rahmenbedingungen. Mit Blick auf die neue Legislaturperiode spricht sich der Verband für ein tatkräftiges und handlungsschnelles Ministerium exklusiv für die Themen Bauen und Infrastruktur aus.