Das Klaus-Fischer-Kundencenter am Hauptsitz in Tumlingen.
Das Klaus-Fischer-Kundencenter am Hauptsitz in Tumlingen. (Quelle: Fischer)

Beschlag- und Sicherheitstechnik 2022-02-21T14:37:34.227Z Fischer setzt 2021 fast eine Milliarde Euro um

Die Unternehmensgruppe Fischer hat das Geschäftsjahr 2021 mit einem Bruttoumsatz von 988 Millionen Euro abgeschlossen. Damit übertraf das Familienunternehmen aus Waldachtal im Nordschwarzwald den Vorjahreswert und erreichte mit fast einer Milliarde Euro einen neuen Höchststand beim Umsatz. Zugleich machte sich das Unternehmen nach eigenen Angaben mit seiner Wachstumsstrategie weiter unabhängig von den weltweiten negativen Einflüssen durch die Corona-Krise. Insgesamt sind bei Fischer 5.400 Mitarbeiter beschäftigt und damit 200 mehr als im Vorjahr 2020.

Der größte Unternehmensbereich ist der der Befestigungssysteme. Dort betrug die Umsatzsteigerung 18 Prozent im Vergleich zum Jahr 2020. Der Bereich Automotive bewegte sich 2021 unterdessen weiterhin in einem schwierigen Marktumfeld und verzeichnete minus vier Prozent Umsatz. Die Fischertechnik verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent. In den meisten der 38 Länder, in denen Fischer mit insgesamt 50 Gesellschaften vertreten ist, war das Unternehmen mit einem deutlichen Umsatzwachstum überproportional erfolgreich. Im Juni 2021 wurde in Serbien nach nur zehn Monaten Bauzeit ein neues Produktionswerk für Fischer Automotive eröffnet. Außerdem ist in Serbien ein weiteres Produktionswerk für den Unternehmensbereich Befestigungssysteme in Planung, um künftig nicht mehr so abhängig von Lieferanten in Fernost zu sein. Ein weiteres neues Produktionswerk von Fischer Befestigungssysteme in Vietnam wurde inzwischen bezogen. Der Produktionsstart ist noch im ersten Quartal 2022 geplant.

Das Unternehmen investierte auch letztes Jahr weiter in die Digitalisierung. Die Leistungen im Bereich Building Information Modeling (BIM) umfassen neben smarten digitalen Zwillingen seiner Befestigungs- und Systemlösungen auch ein breites Servicespektrum entlang der Planungs-, Bau- und Betriebsphase von Gebäuden. Digitale Services, wie Dübelfinder-Apps, sollen zudem die Produktwahl und -anwendung vereinfachen. Mit Lösungen im E-Commerce stärke Fischer außerdem den Online-Vertrieb seiner Handelspartner.

Im laufenden Geschäftsjahr 2022 plant Fischer mit einem erneuten Umsatzwachstum, sofern dieses Ziel nicht durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie oder durch politische und wirtschaftliche Sondersituationen beeinträchtigt wird.

zuletzt editiert am 21. Februar 2022
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