Dieses Jahr wird der Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie 80 Jahre alt. Am 4. Februar 1946 wurde der Fachverband gegründet – auf Anordnung der damaligen Militärregierung, und zwar als Unterabteilung des ebenfalls 1946 gegründeten Wirtschaftsverbandes Eisen, Blech und Metall verarbeitende Industrie (EBM). 132 Fabrikanten und Firmenvertreter aus ganz Deutschland versammelten sich dafür in Velbert im Rheinischen Hof, der vor dem Zweiten Krieg noch Velberter Hof hieß. Auch wenn das Gründungsprotokoll ein paar Monate auf sich warten ließ und der Eintrag ins Vereinsregister erst ein Jahr später stattfand, wird dieses Treffen als der Geburtstag des Fachverbandes angesehen.
Heute sind 38 der 64 Mitgliedsunternehmen bereits über 100 Jahre alt. Die Wurzeln der heutigen Schloss- und Beschlagindustrie lagen weniger in den Städten, sondern in den Regionen, in denen die Schlossmacherei als Nebenerwerb von Bauern ausgeübt wurde. Diese Tradition war besonders im Bergischen und Märkischen Land über Jahrhunderte verbreitet. Das erklärt, warum so viele Firmen heute noch – und auch der Fachverband – in Velbert ihren Sitz haben. Die heute bekannte deutsche Schloss- und Beschlagindustrie entstand schließlich im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts – zunächst durch neue Schlossfabriken im Niederbergischen Lande, speziell Velbert und Heiligenhaus. Später waren es vor allem mutige Entrepreneure, die ihr Handwerk im Niederbergischen gelernt hatten und dann in den anderen Regionen Deutschlands Schloss- und Beschlagfabriken errichteten.
„Der FVSB war, ist und bleibt die verbandliche Organisation der Schloss- und Beschlaghersteller in Deutschland und somit die zentrale Interessenvertretung für Unternehmen der Branche. Mit Herz und Branchenverstand setzt er sich für seine Mitgliedsunternehmen auf allen Ebenen ein – auch in Zukunft“, sagt Geschäftsführer Stephan Schmidt.
