Trotz Unwägbarkeiten wird das Jahr 2022 wohl erneut ein Rekordumsatz erzielt. Die Geschäftsleiter Ivica Maurović (l.) und Tino Albert (r.) sind stolz auf das Geleistete.
Trotz Unwägbarkeiten wird das Jahr 2022 wohl erneut ein Rekordumsatz erzielt. Die Geschäftsleiter Ivica Maurović (l.) und Tino Albert (r.) sind stolz auf das Geleistete. (Quelle: Gealan)

Bauelemente 2022-12-20T08:45:22.680Z Gealan verbucht Rekordumsatz

Nachdem 2021 bei Gealan noch rund 327 Millionen Euro umgesetzt wurden, rechnet man für 2022 mit einer Umsatzsteigerung von etwa 20 Prozent auf rund 390 Millionen Euro. Dies geschah nach Unternehmensangaben trotz der unwägbaren Rahmenbedingungen mit immer neuen Hürden im Jahr 2022: Nach den Einschränkungen durch Covid und knappen, damit teuren Rohstoffen stellten mit Jahresbeginn der Ukraine-Krieg sowie weitere Preis- und Kostenexplosionen die Wirtschaft vor ungeahnte Herausforderungen.

Dennoch folge Gealan Fenster-Systeme seiner Vision und investiert weiter in die Zukunft des Unternehmens. Allein im Jahr 2022 wurden gruppenweit insgesamt 25 Millionen Euro investiert. Aktuelles Leuchtturmprojekt sei das vollautomatisierte Hochregallager am Standort Tanna, in dem mehr als 5.000 Paletten-Lagerplätze entstehen und für das im Mai 2022 Spatenstich war. Hierfür hat die Veka-Tochter in diesem Jahr rund fünf Millionen Euro eingesetzt, im kommenden Jahr 2023 investiere man weitere sieben Millionen Euro in das neue Gebäude. Ebenfalls in Tanna wurde dieses Jahr eine neue Rohstofflagerhalle in Betrieb genommen. Die neuen Lagerflächen wurden notwendig, da die Mengen an externem Recyclingmaterial für die Profile immer weiter anwachsen.

In Kroatien hat Gealan mit einer neuen Halle die Lagerflächen der dortigen Logistik verdoppelt. Dieser Schritt ist ebenso in Frankreich geplant. Rund fünf Millionen Euro wurde dieses Jahr in neue Werkzeugsysteme investiert. Weitere Investitionen erfolgten für die SAP-Einführung in den Verbundunternehmen in Polen und Rumänien, in verschiedene Digitalisierungs- (zum Beispiel neuer E-Shop, neues CRM-System) und Automatisierungsprojekte sowie in eine neue doppelseitige Kaschieranlage in Tanna. Zudem ist inzwischen die Erweiterung des hauseigenen Werkzeugbaus am Standort Oberkotzau abgeschlossen. Dort hat das Unternehmen in den vergangenen Monaten die Kapazitäten, neue Werkzeuge hocheffizient selbst herzustellen, um 50 Prozent erhöht.

Auch für 2023 plant Gealan weitere Millionen-Investitionen in Höhe von rund 23 Millionen Euro. Dennoch zeigt sich Geschäftsführer Ivica Maurović bezüglich des Jahres 2023 verhalten optimistisch: „Es wird nächstes Jahr nicht einfacher werden. Wir rechnen für unsere Branche mit einem Absatzrückgang von rund 15 Prozent. Aber wir als Gealan haben uns bereits in den letzten Jahren gewappnet und sind gut aufgestellt. Unser Ziel: Wir wollen uns besser entwickeln als der Markt! Mit all unseren Maßnahmen, mit unseren Kolleginnen und Kollegen im Rücken, unseren Kunden und Partnern an der Seite sind wir bereit, den nächsten Schritt zu machen.“

zuletzt editiert am 20. Dezember 2022
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