Ein technischer Mitarbeiter justiert mit einem Werkzeug einen Sensor an einem mechanischen Bauteil, das auf einem runden Vibrationstisch in einer Laborumgebung montiert ist.
Auf der Platte des hüfthohen rund 1,5 x 2 Meter großen Shakers wird der Prüfkörper angebracht. (Quelle: FVSB)

Beschlag- und Sicherheitstechnik 2026-08-17T07:59:26.560Z Geschüttelt – nicht gerührt

Im Prüfinstitut Velbert (PIV) finden sich immer wieder interessante Prüfstände, deren Nutzen nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind. So ist das auch mit dem sogenannten Shaker, der – wenn er aktiv ist – brummend in der Ecke seinen Dienst verrichtet. Doch was geschieht dort?

Bei genauerer Betrachtung sieht man auf dem hüfthohen rund 1,5 x 2 Meter großen Gerät einen kleinen Prüfkörper in ständiger Vibration. Korrekt heißt das Prüfgerät „Elektrodynamische Schwingprüfanlage“, wird aber im Fachjargon kurz Shaker genannt. Bei dem kleinen Prüfkörper handelt es sich um einen mechatronischen Schließzylinder.

Prüfer Gregor Röhling, der seit 16 Jahren im PIV arbeitet, erläutert die Anwendung verschiedener Normen für mechatronische Komponenten: „Wir prüfen hier nach der Norm für mechatronische Zylinder (DIN EN 15684) sowie den Normen für mechatronische Beschläge (DIN EN 16867 und DIN EN 16864) und mechatronische Hangschlösser (DIN EN 16864). Die Prüfungen dienen der Simulation der Lebensdauer des Zylinders, also die Vibrations- und Stoßbelastungen, denen Schließzylinder während ihres Transports, ihrer Montage und ihres späteren Betriebs ausgesetzt sein können. Dazu werden zwei verschiedene Verfahren angewendet. Ziel ist es sicherzustellen, dass die Komponenten über ihre gesamte Lebensdauer stabil bleiben.“

zuletzt editiert am 17. August 2026
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