Getrübte Stimmung im Metallbau NRW.
Die steigenden Kosten machen dem Handwerk zu schaffen. (Quelle: Elisa, Pixabay)

2022-10-11T07:24:08.509Z Getrübte Stimmung im Metallbau NRW

Zum Ende des dritten Quartals 2022 bewerten die metallhandwerklichen Betriebe in Nordrhein-Westfalen ihre wirtschaftliche Lage durchschnittlich gerade noch als „befriedigend“, so der Fachverbandes Metall NW. Das bedeutet eine Verschlechterung von knapp einer halben Schulnote gegenüber der Umfrage zur Jahresmitte. Die Sorgen verschärfen sich zur gleichen Zeit: Annährend sechs von zehn Metaller rechnen mit einer weiteren Verschlechterung der eigenen wirtschaftlichen Situation, die Optimisten machen nicht einmal mehr ein Zehntel der Befragten aus. Dazu korrespondiert die Investitionsneigung. Weniger als jedes dritte Unternehmen plant größere Investitionen und wenn, wird vermehrt in produktivitätssteigernde Maßnahmen investiert. 

Die Metaller sind – wie die gesamte Wirtschaft – von den Preissteigerungen stark betroffen. Bei den Metallbauern sind bei 59 Prozent der Befragten die Vormaterialien, zu fast 70 Prozent die Fremdleistungen und zu 82 Prozent die Energiekosten über 20 Prozent gestiegen. Bei den Feinwerkmechanikern geben 50 Prozent Steigerungen von mehr als 20 Prozent bei Vormaterialien, 32 Prozent bei Fremdleistungen und 88 Prozent bei den Energiekosten an.  Dass es zunehmend eine Herausforderung ist, die gestiegenen Kosten auf die Preise umzulegen, verdeutlicht der zunehmende Preiswettbewerb beim Kunden. Vier von zehn Metallern sehen hier eine der zentralen Herausforderungen für die Zukunft. Ein Drittel fürchtet schon jetzt einen Rückgang an Aufträgen und immerhin 11 Prozent machen sich wieder Sorgen um eine ausreichende Kreditversorgung. Dieser Wert hat sich binnen Jahresfrist nahezu verdoppelt. Das der Fachkräftemangel das Metallhandwerk weiterhin stark belastet, zeigt nicht nur an der erneut als zentral beurteilten Herausforderung (75,89 Prozent der Rückmeldungen) für die Zukunft: Rund 75 Prozent der Metallbauer und 64 Prozent der feinwerkmechanischen Unternehmen können ihre Facharbeiterstellen nicht besetzen. Im Metallbau korrespondiert diese Zahl mit den nicht besetzten Ausbildungsstellen. 65 Prozent der Metallbauer gelang es nicht, alle zur Verfügung gestellten Ausbildungsplätze zu besetzen.

zuletzt editiert am 18. Oktober 2022
Newsletter