Die Verbraucherstimmung in Deutschland ist spürbar verbessert, Einkommens- sowie Konjunkturerwartung und auch Anschaffungsneigung legten laut GfK zu. Demnach ist das Konsumklima insgesamt im Juli um 3,2 Zähler auf -18,4 Punkte gegenüber dem Vormonat gestiegen. Die Sparneigung hingegen zeige sich nahezu unverändert. Einen deutlichen Anstieg erfährt die Einkommenserwartung der Deutschen und klettert auf den höchsten Stand seit Oktober 2021, so das Institut.
EM-Euphorie pusht
„Die Aufhellung des Konsumklimas im Juli ist in erster Linie auf die gestiegene Einkommenserwartung der Deutschen zurückzuführen. Aber mit großer Wahrscheinlichkeit spielt hier auch die Euphorie, die die Fußball-EM in Deutschland in vielen Teilen der Bevölkerung ausgelöst hat, eine Rolle“, erläutert Konsumexperte Rolf Bürkl.
„Es bleibt allerdings abzuwarten, ob dieser Effekt nachhaltig ist oder nur ein kurzzeitiges Aufflackern darstellt, denn für eine nachhaltige Besserung der Konsumstimmung ist es notwendig, dass – neben den derzeitigen realen Einkommenszuwächsen – auch die Planungssicherheit für die Verbraucher zurückkehrt, die vor allem für größere Anschaffungen der Haushalte essenziell ist“, so Bürkl.
