Die Verbraucherstimmung sinkt aufgrund aktueller Ergebnisse des NIM Konsumklimas powered by GfK infolge des Iran-Kriegs im April weiter. Die Konsumenten und Konsumentinnen erwarten demnach weiter steigende Preise. Die Einkommenserwartungen brechen ein und fallen auf den niedrigsten Wert seit Februar 2023. Die Anschaffungsneigung rutscht mit dem dritten Rückgang in Folge auf ein Zwei-Jahres-Tief, meldet das Institut.
Einkommenserwartung bricht ein
Laut Mitteilung brechen die Einkommenserwartungen der Verbraucher, die bereits im März deutlich nachgegeben haben, im April um weitere 18,1 Punkte ein. Wie im vergangenen Monat spielen die abgekühlten Konjunkturerwartungen und die anziehenden Preiserwartungen eine entscheidende Rolle für diese Entwicklung. Eine Langfristanalyse des NIM zeigt: Die Einkommenserwartungen sind eng mit der von den Verbrauchern erwarteten Inflation verknüpft. Effekte zwischen den Inflationserwartungen der Verbraucher und Anschaffungs- bzw. Sparneigung zeigen sich leicht zeitversetzt und fallen geringer aus. Die Konjunkturerwartungen trüben sich erneut ein, berichtet das Institut.
„Ungünstiger Zeitpunkt für größere Anschaffungen“
„Die Verbraucherstimmung gibt nochmal deutlich stärker nach als im Vormonat und liegt nun bei -33,3 Punkten. Dies ist der niedrigste Wert seit Februar 2023“, sagt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. „Die Einkommenserwartungen brechen infolge der gestiegenen Inflation regelrecht ein. Und vor diesem Hintergrund erachten die Menschen auch den Zeitpunkt für größere Anschaffungen derzeit als weniger günstig.“
Inflationsrate steigt
Die Inflationsrate ist im März infolge der Verteuerung der Energiepreise durch den Irankrieg von 1,9 Prozent auf 2,7 Prozent gestiegen, wodurch die Verbraucher mehrheitlich erneut mit Preissteigerungen rechnen. Zwar stieg der Indikator zu den Preiserwartungen im April etwas weniger stark als noch im März, wofür die rückläufigen Preise an den Zapfsäulen verantwortlich sein dürften. Dennoch ist das Niveau des Indikators im Vergleich zu Beginn des Jahres erhöht, heißt es in einer Mitteilung.
