Dieses Jahr war für die Gutmann Bausysteme in Weißenburg ein Herausforderung.
Dieses Jahr war für die Gutmann Bausysteme in Weißenburg ein Herausforderung. (Quelle: Gutmann)

Bauelemente

06. December 2021 | Teilen auf:

Gutmann plant 2022 ohne Fensterbau/Frontale

Engpässe bei Rohstoffen und Material mit entsprechenden Folgen bei der Preisentwicklung, Probleme bei Lieferketten und Logistik lassen nach 2020 auch das laufende Jahr für die Gutmann Bausysteme in Weißenburg zur Herausforderung werden. Für 2022 ist kaum Entspannung in Sicht, trotzdem plant Gutmann umfangreiche Investitionen in Produktion, Vertrieb, IT und Service.

„Materialengpässe in Bereichen, in denen man es wirklich nicht erwarten konnte, und die dramatischen Rohmaterialpreise, die wir als Unternehmen zu kompensieren hatten und haben und nur zum Teil und noch stark verzögert an den Markt weitergeben können, prägen das Bild. Hier erweist es sich als Vorteil, dass wir unsere Wertschöpfungskette als integriertes Systemhaus mit Aluminiumpressen, Schmelzen, Eloxal und Beschichtung weitgehend selbst kontrollieren“, bilanziert Geschäftsführer Arnd Brinkmann. Bis jetzt habe Gutmann die Lieferfähigkeit uneingeschränkt aufrechterhalten können, dies geschehe aber zum Teil unter abenteuerlichen Bedingungen.

Brinkmann rechnet 2022 mit einem weiteren Wachstum bei Holz-Aluminiumrahmen, weshalb die Produktionskapazitäten für dieses Segment erweitert werden. Um Prozesse zu beschleunigen ist ein automatisches Kleinteilelager in Planung, das mehr Kapazität und erheblich schnellere Zugriffszeiten ermöglicht. „Die größte Einzelinvestition wird zum Jahreswechsel 2021/2022 installiert: eine neue hochmoderne Strangpresse am Standort Weißenburg. Sie ersetzt die bestehende Presse 3, die vornehmlich Bausystemeprofile presst. Die neue Presse bringt uns ab Ende Januar anläuft rund 30 Prozent mehr Kapazität“, kündigt er an.

Änderungen, die auch mit Investitionen verbunden sind, wird es in der Kundenkommunikation geben: „Wir haben uns entschieden, nicht an der Fensterbau/Frontale 2022 teilzunehmen“, erklärt Brinkmann. Neuheiten würden künftig im geplanten Ausstellungs- und Schulungszentrum sowie parallel in einem virtuellen Showroom vorgestellt. Das Unternehmen wolle sich häufiger auch zu speziellen Themen oder zu Neuproduktentwicklungen mit unseren Kunden austauschen. Das geschehe persönlich im Werk, aber auch per digitaler Medien.

„Generell teile ich die Einschätzung unseres Branchenverbandes, dass wir im kommenden Jahr ein stabiles Jahr für Bauelemente haben“, blickt Brinkmann positiv nach vorn, „kaum eine andere Branche hat so viele gute Argumente und Lösungen zum Thema No.1 Klimakrise und CO2-Reduktion. Die hohe Anzahl sanierungsbedürftiger Fenster, Türen und Fassaden sowie die Tatsache, dass diese Defizite bei Politikern und Gebäudebesitzern zunehmend erkannt und Maßnahmen eingeleitet werden, stimmt mich zuversichtlich, dass die Nachfrage anhält oder sogar leicht steigen wird.“

zuletzt editiert am 08.12.2021